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Tennis-Senioren, wie hier die Vorjahresmeisterin Anke Wurst, kämpfen auch heuer in Rottach-Egern.

Gemeinderat diskutiert Zuschussgesuch

Werden die Tegernsee Open zur Zitterpartie?

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Tennisspieler in den Altersklassen 40 plus bis 80 plus schlagen bei der Tegernseer Open auf. Die Finanzierung  des Events wird allerdings immer schwieriger. 

Tegernseer Tal Vom 13. bis 19. August schlagen zwischen 300 und 400 Tennisspieler in den Altersklassen 40 plus bis 80 plus zu den Internationalen Tennismeisterschaften von Deutschland der Senioren auf. Unter diesem Titel lief das Turnier bereits 27 Mal. Zur diesjährigen Neuauflage wurde der Wettbewerb in „Tegernsee Open 2018“ umbenannt, um die Verbundenheit zum Tegernseer Tal stärker herauszustellen. Um das Turnier auch finanziell auf starke Beine stellen zu können, schlägt der Vorstand des veranstaltenden TC Rottach-Egern mit Oliver Eichhorn und Turnierdirektor Udo Scherer derzeit in allen Talgemeinden, bei der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) und bei möglichen Sponsoren mit der Bitte auf, das Turnier mit einen Geldbetrag zu unterstützen. „1000 Euro von jeder Gemeinde wären super“, sagt Eichhorn, dessen Antrag auch bei der Gmunder Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung stand.

Zunächst wurden die Gemeinderäte mit Fakten versorgt: Spieler aus der ganzen Welt, mit höchsten Ranglisten-Platzierungen, würden anreisen, etwa 3000 Zuschauer die Spiele verfolgen. Mit über 1680 Übernachtungen allein im vergangenen Jahr trägt die Veranstaltung nach Ansicht des Vereins mehr zum nachhaltigen Tourismus bei „als die vielen Tagesveranstaltungen, bei denen morgens tausende Gäste mit ihrem Auto ins Tal hinein- und abends wieder hinausfahren“. Der Organisationsaufwand sei enorm, die Spendenfreude der Sponsoren leider inzwischen nicht mehr. Seinem Brief fügte der TC-Vorstand noch hinzu, dass der Verein 450 Mitglieder habe, ein Großteil des möglichen Erlöses fließe der Jugendarbeit zu.

Sowohl Rottach-Egern als auch die TTT hätten bereits je 1000 Euro zugesichert, wusste Bürgermeister Alfons Besel (FWG). Kreuth habe den Zuschuss abgelehnt. Er sei hin- und hergerissen, 1000 Euro seien ihm zu viel, doch 250 Euro, die bisher von Gmund beigesteuert wurden, seien wohl zu weni

g, sagte Besel. Letztlich könne er sich aber nicht zu einem Zuschuss durchringen, da die Gemeinde den TV Dürnbach, der seine Plätze für das Turnier ebenso zur Verfügung stellt, jährlich schon mit 4000 Euro unterstütze.

Michael Huber (SPD) konnte mit dem Bittbrief wenig anfangen. Ihm fehle eine Gesamtaufstellung der Kosten. Vize-Bürgermeister Georg Rabl (FWG) sah in dem Betrag von 250 Euro eine symbolische Geste, Josef Stecher (FWG) rief dazu auf, „hinter dem Engagement der Ehrenamtlichen“ zu stehen und dieses auch mit 250 Euro anzuerkennen. Christine Zierer (FWG) sah das ebenso, war aber dafür, konkret einen Pokal zu stiften. Franz von Preysing (CSU) sah in dem Turnier eine gute Außenwerbung fürs Tal und war für eine Spende bereit. Mit der Mehrheit von 14:4 Stimmen sprach sich der Gemeinderat am Ende für die Überweisung von 250 Euro aus.

Oliver Eichhorn und seine Vereinskollegen müssen also weiter die Werbetrommel rühren. „Früher sei alles einfacher gewesen“, sagt der Vorsitzende. Da habe man auf größere Geldbeträge setzen können. Da die International Tennis Federation (ITF) das Startgeld auf 100 Euro je Teilnehmer begrenze, die Aus- und Abgaben aber enorm seien, sei es im vergangenen Jahr gerade noch möglich gewesen, eine Schwarze Null zu schaffen. „Und das muss man den Mitgliedern, die während des Turniers eine Woche die Plätze nicht bespielen können, erst einmal klarmachen.“ Der Vorstand werde heuer nach dem Turnier ganz klar einen Strich machen und entscheiden, wie es weitergeht. Das Turnier abzugeben, etwa an die Stadt Dachau, die bereits darum buhle, wäre wirklich schade und nicht im Sinne der Teilnehmer. Die würden die Austragung am Tegernsee und das Umfeld sehr gut bewerten. „Eine tolle Veranstaltung“, findet Eichhorn, „mir tät’s sportlich wahnsinnig weh, wenn sie abwandern müsste.“ 

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