+
Hat recherchiert und ein Buch geschrieben: bernd Waller aus Rottach-Egern.

Bernd Waller hat recherchiert

Woher kommen die Straßennamen im Tal? Rottacher sucht Antworten 

  • schließen

Rottach-Egern – Froumund, Sanktjohanser, Aribo – all das sind Persönlichkeiten, nach denen Straßen im Tegernseer Tal benannt wurden. Doch wer waren diese Menschen?

Als Bernd Waller 2011 nach Rottach-Egern zog, war er erstaunt darüber, wie viele Straßen und Wege im Tal nach Personen benannt sind, von denen er noch nie gehört hatte. Und so machte er sich an die Recherche. „Ich wollte mehr darüber wissen, was hinter den einzelnen Menschen steckt“, erzählt er. In dem 75-Jährigen, ein ehemaliger „Verlagsmann“, reifte die Idee, seine Erkenntnisse in einem Büchlein zusammenzutragen. Mittlerweile liegt das Ergebnis vor. Unser Zeitungsverlag hat das Buch unter dem Titel „Straßen im Tegernseer Tal“ herausgebracht. Ab sofort ist es in der Geschäftsstelle der Tegernseer Zeitung in der Rosenstraße erhältlich.

In übersichtlichen Kapiteln und geordnet nach den einzelnen Gemeinden, klärt das Buch darüber auf, woher die Namen der einzelnen Straßen, Wege und Ortsteile stammen. Autor Waller hat dazu nicht nur in Büchern nachgeschlagen und das Internet bemüht, sondern sich auch an Heimatkenner wie den Gmunder Beni Eisenburg, an Lehrer und Heimatführer gewandt. Sie alle haben zum Gelingen dieses kleinen Nachschlagewerks beigetragen. „Es war eine sehr interessante Arbeit“, erzählt Waller, der aus Neuburg an der Donau stammt und früher in München gelebt hat. Und nebenbei hat der „vermeintliche Ruheständler“ – wie er sich selbst nennt – viel über seine neue Heimat erfahren. Zum Beispiel die Anekdote von der Wolfsgrube, die ihren Namen angeblich von der Begegnung eines Musikanten mit einem echten Wolf hat, oder die tragische Geschichte, die hinter einem Tuffsteinkreuz steckt, das ebenfalls in Rottach-Egern zu finden ist.

Im Mittelpunkt des Buches aber stehen die bekannten und weniger bekannten Personen, die sich in den Straßennamen rund um den Tegernsee wiederfinden. Eingangs genannter Froumund etwa war ein Tegernseer Lehrer- und Dichtermönch aus den Reihen der Benediktiner, Leonhard Sanktjohanser war einmal Bürgermeister von Bad Wiessee, und Aribo war Abt im Tegernseer Kloster. Unter ihm wurde unter anderem die Kirche in Egern errichtet.

Bestückt wurde das Buch auch mit vielen historischen und aktuellen Fotografien, die teils von Waller selbst stammen. Kleine Gemeinde-Porträts zu Beginn jedes Kapitels, Straßenkarten und ein Veranstaltungskalender machen das Buch zu einer runden Sache. Zu bekommen ist das Nachschlagewerk (Auflage: 5000 Stück) für einen Preis von 3,80 Euro. Die Hälfte vom Verkaufserlös kommt einem sozialen Zweck zugute

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mountainbiker erneuern Sommerweg zur Neureuth
Zum Auftakt der Radl- und Wandersaison wollen Mountainbiker aus der Region Tegernsee gemeinsam anpacken: Sie erneuern am 8. April den Sommerweg von Tegernsee in Richtung …
Mountainbiker erneuern Sommerweg zur Neureuth
Wiese am Ortsrand: Es bleibt beim Nein zur Bebauung
Der Waakirchner Gemeinderat will keine Bebauung auf der grünen Wiese am Piesenkamer Ortsrand. Da half auch das Angebot des Eigentümers nicht, einen Großteil der Fläche …
Wiese am Ortsrand: Es bleibt beim Nein zur Bebauung
Rettungszentrum: Finanzierungslücke ist riesig
Die Hilfsbereitschaft nach der verheerenden Brandkatastrophe am Rettungszentrum in Bad Wiessee ist groß. 15.000 Euro an Spenden sind bisher zusammengekommen. Trotzdem …
Rettungszentrum: Finanzierungslücke ist riesig
Die AfD und ihr dubioser Politiker-Prinz vom Tegernsee
München - Mit Constantin Leopold Prinz von Anhalt-Dessau aus Tegernsee zieht die AfD in die Wahl. Ein Politiker-Prinz für Oberbayern? Schöne Geschichte für die Partei - …
Die AfD und ihr dubioser Politiker-Prinz vom Tegernsee

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare