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Mit vielen hochkarätigen Gästen ging am Freitag der Ludwig-Erhard-Gipfel im Rottacher Seeforum über die Bühne.
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Mit vielen hochkarätigen Gästen ging am Freitag der Ludwig-Erhard-Gipfel im Rottacher Seeforum über die Bühne.

FDP-Bundesvorsitzender erhält Freiheitspreis der Medien 

Ludwig-Erhard-Gipfel: Diese Hochkaräter waren dabei

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Eloquente Vorträge, hochkarätige Gesprächspartner: Am Freitag fand der dritte Ludwig-Erhard-Gipfel statt. Höhepunkt war die Verleihung des Freiheitspreises der Medien an den FDP-Vorsitzenden Christian Lindner.

Rottach-Egern – „Ich wünschte, ich hätte doch meine Frau mitgebracht“, witzelte Christian Lindner, als er gestern nach der Laudatio auf seine Person im Rottacher Seeforum den Freiheitspreis der Medien, Kategorie „Politik“, in Empfang nahm. Die vielen freundlichen Worte nämlich, so fügte der FDP-Vorsitzende an, hätten die Regeln bei ihm zuhause vermutlich völlig verändert.

Es war eben jener Humor des aufstrebenden Politikers, den zuvor der ehemalige Bundesverfassungsrichter Professor Udo Di Fabio in seiner Laudatio ausdrücklich hervorgehoben hatte. Di Fabio würdigte das Charisma und den „ordnungspolitischen Kompass“ des Preisträgers und betonte: Das Bild von Freiheit, das Ludwig Erhard vertreten habe, ähnle dem Lindners auf frappierende Weise. Dankend nahm der Politiker die von Suse Kohler gestaltete Auszeichnung entgegen. Die 49-jährige Künstlerin aus Moosrain, Ehefrau von Hotelier Korbinian Kohler, hatte ihr Gemälde vom Vater des deutschen Wirtschaftswunders für diesen Anlass eigens in einer Skulptur verarbeitet.

Um die 500 Teilnehmer besuchten heuer den vom Verleger-Ehepaar Christiane Goetz-Weimer und Wolfram Weimer initiierten „Jahresauftakt für Entscheider“. Am Abend sollten die Teilnehmer, darunter auch Persönlichkeiten aus dem Tegernseer Tal wie Dekan Walter Waldschütz oder Spielbank-Direktorin Antje Schura, noch einmal eine Preisverleihung miterleben. Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank, durfte ebenfalls den Freiheitspreis der Medien, diesmal in der Kategorie „Wirtschaft und Finanzen“, entgegennehmen.

Das Bild feinen Garns und dunkler Anzüge dominierte freilich das Bild beim gestrigen Ludwig-Erhard-Gipfel. Einen erfrischenden Akzent setzte da der Fernsehmoderator und Herausgeber der deutschen Huffington Post, Cherno Jobatey. Er blieb seinem Markenzeichen treu und betrat mit roten Sportschuhen die Bühne des Seeforums.

Jobatey, den die meisten vermutlich aus dem ZDF-Morgenmagazin kennen und den Wolfram Weimer in seiner Anmoderation als „unser Wohlfühl-Gesicht“ vorstellte, widmete sich der Frage: Wohin treibt die Medienrepublik? Das tat er auf äußerst anschauliche und amüsante Weise: Als Kind, erinnerte sich Jobatey, habe er jeden Abend pünktlich um 20 Uhr ruhig sein müssen. Dann nämlich lief die Tagesschau, damals eine der wenigen Informationsquellen. Eine „prähistorische Zeit“, wie der 56-Jährige feststellte. Heute sei der Medienkonsum ein völlig anderer. Alles werde digital, alles mobil. Nachrichten würden heute über das Internet und soziale Netzwerke bezogen und verbreitet. Jobatey empfahl: „Seien Sie für Social Media gewappnet!“

Nicht der einzige Vortrag, den das Publikum gestern besonders gebannt verfolgte. Schon zuvor hatte der Unternehmer Walter Kohl, Sohn des 2017 verstorbenen Ex-Bundeskanzlers Helmut Kohl, im Dialog mit Verleger Weimer sehr persönliche Einblicke in sein Seelenleben gewährt. „Die Szenerie rund um den Tod meines Vaters hab’ ich mir so nicht vorgestellt“, räumte Kohl ein. Doch trotz des medialen Sturms seien er und seine Familie gestärkt aus dem Jahr hervorgegangen. „Man kann aktiv Frieden schließen, und das habe ich getan“, erklärte Kohl, der auch Autor des Bestsellers „Leben oder gelebt werden“ ist. Für seine Ausführungen – auch zum Thema „Wohin treibt der Westen“ – erntete Kohl am Ende kräftigen Beifall der Zuhörer.

Unter denen war auch Landrat Wolfgang Rzehak, der sich noch vor Ort höchst angetan zeigte vom Ludwig-Erhard-Gipfel. „Das ist eine tolle Veranstaltung mit echten Hochkarätern“, schwärmte er auf dem Weg zum Buffet. Man könne froh und der Familie Weimer dankbar sein, diese Veranstaltung im Landkreis zu haben, meinte Rzehak. Der Landkreis Miesbach beteiligte sich heuer erstmals mit einem Werbestand an der Konferenz und investierte dafür einen Betrag in Höhe von 5000 Euro – eine Entscheidung, die im Kreisausschuss fiel und nicht unumstritten war. Rzehak sah sich in dem Schritt gestern jedoch vollauf bestätigt. „Das ist gut investiertes Geld.“

gab

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