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Ski-Cross-Weltcup: Warum Ostin und nicht Sonnenbichl?

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Ski-Cross-Weltcup 2015 Oedberg Ostin Tegernsee
DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier erklärt im Interviewm, warum der Ski-Cross-Weltcup 2015 auch am Oedberg in Ostin stattfindet. © dsv/afp

Ostin - 2015 trifft sich die internationale Ski-Cross-Elite zum Ski-Cross Weltcup am Oedberg in Ostin. Warum ausgerechnet dort, erklärt DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier.

Herr Maier, Sie verantworten im Deutschen Skiverband als Sportdirektor die Disziplinen Ski Alpin, Ski Cross und Freeski. Wie wichtig sind Weltcup-Veranstaltungen im eigenen Land?

Weltcup-Veranstaltungen im eigenen Land sind für den Deutschen Skiverband sowohl aus sportlicher wie auch wirtschaftlicher Sicht sehr wichtig. Sie haben nicht zuletzt eine wichtige Schaufensterfunktion. Der internationale Spitzensport mit all seiner Faszination präsentiert sich in einer Region auf höchstem Niveau. Ein wichtiger und nicht zu unterschätzender Impuls für die Nachwuchsarbeit im Speziellen und den Skisport im Allgemeinen. Wirtschaftlich ist es sowohl im Interesse des Deutschen Skiverbandes aber auch des Weltskiverbandes (FIS) in Deutschland Weltcup-Veranstaltungen durchzuführen.

Gilt das auch für die noch verhältnismäßig junge Disziplin Ski-Cross?

Deutschland ist, ob junge oder etablierte Disziplin, ein wichtiger Markt im internationalen Verbund. Darüber hinaus ist eilt uns Deutschen zu Recht der Ruf voraus, Events gut zu organisieren.

Wie kommt der Ski-Cross-Weltcup ins Tegernseer Tal?

Wir haben ja mit Grasgehren im Allgäu und Bischofswiesen im Berchtesgadener Land zwei bewährte Austragungsorte in Deutschland. Aufgrund infrastruktureller Themen sehen sich beide Orte im kommenden Winter aber nicht in der Lage, einen Weltcup zu organisieren. Umso glücklicher sind wir, über die kurzfristige Zusage aus dem Tegernseer Tal, diesen für uns so wichtigen einen Ski-Cross-Weltcup in Deutschland übernehmen zu wollen.

Die Rennen werden am Ödberg in Ostin ausgetragen. Warum nicht im alpinen Zentrum am Sonnenbichl?

Darüber hat einzig die Topographie entschieden. Um einen Ski-Cross-Parcour nach internationalen Vorgaben zu bauen, ist ein eher flaches Gelände von Vorteil. Wir haben uns zusammen mit der FIS beide Hänge angeschaut, die Wahl der Verantwortlichen fiel dann aber aufgrund der Topographie klar auf den Ödberg. Die Vorgaben sind vergleichbar mit denen für alpine Rennen, sprich Streckenlänge, -breite, Laufzeiten und eben auch die Hangneigung müssen den Normen entsprechen und gewährleistet werden.

Ski Crosser brauchen einen eher flachen Hang?

Ja, das klingt zunächst einmal kurios, lässt sich aber aus den Anforderungen mit Steilkurven, Sprüngen, Wellen ableiten, die in rascher Abfolge in einem Kurs von den Aktiven zu bewältigen sind. Im Steilgelände haben Sie hier keine Möglichkeit, die Geschwindigkeit der Athleten zu kontrollieren. Es wird ab einer bestimmten Neigung einfach zu gefährlich. Darüber hinaus lebt der Sport von der Taktik und den damit verbundenen Überholmanövern. Auch diese kommen im flacheren Gelände eher zum Tragen.

Die Skivereine im Tegernseer Tal organisieren seit vielen Jahren wieder einen Weltcup. Sind die Vereine Ihrer Ansicht nach gerüstet für solch eine Veranstaltung?

Ja, da habe ich vollstes Vertrauen in die Kompetenz der Skiclubs. Die haben sie sich ja über die letzten Jahre erarbeitet. Ich denke da an die gelungene alpinen Veranstaltungen am Sonnenbichl wie die Europacup-Rennen oder die Deutschen Meisterschaften. Veranstalter, Helfer, jeder weiß hier, worauf es ankommt. Und da alle Vereine aus dem Tegernseer Tal den Weltcup zusammen organisieren, gehe ich davon aus, dass der Know-how-Transfer von einem Seeufer zum anderen wie gewohnt stattfindet. Wenn man bedenkt, was da am Sonnenbichl in den letzten vier Jahren entstanden ist, muss man den Verantwortlichen großes Lob zollen. Neben Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und dem Jenner in Berchtesgaden hat sich das Tegernseer Tal als ein für uns über alle Alters- und Leitungsgruppen hinweg eine extrem wichtiger Standort etabliert. Die Rahmenbedingungen sind sehr gut und nicht zuletzt deshalb trainieren auch die Weltcup-Gruppen regelmäßig am Sonnenbichl.

mm

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