Skilift am Oedberg
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Der Skilift am Oedberg: Skiclubtraining darf hier noch stattfinden.

Lift und Piste nur für Skiclubs geöffnet – Am Hirschberg ist schon alles abgebaut

Skibetrieb: Am Oedberg läuft noch was

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Die Infektionszahlen in Bayern steigen ungebremst an. Weitere Lockerungen sind ausgeschlossen. Das bedeutet das endgültige Aus für die Wintersaison in den Alpen Plus Skigebieten. Am Oedberg hingegen läuft noch was.

Der Skibetrieb hatte nie begonnen, jetzt ist er in den Alpen Plus Skigebieten offiziell vorbei. Am Oedberg bei Ostin geht noch was: Seit der Allgemeinverfügung des Landkreises Miesbach vom 18. März ist dort Skibetrieb möglich – allerdings nur für Skiclubs. „Am Wochenende ist unser Lift von 7 bis 21 Uhr durgelaufen“, berichtet Georg Reisberger, Geschäftsführer der Oedberg GmbH.

Die Skiclubs seien dankbar, dass wenigstens für sie Training möglich sei. Dieses laufe unter strengsten Auflagen und etwa so: Bis zu 20 Personen unter 14 Jahren dürfen mit ihrem Trainerteam jeweils zwei Stunden Skilift und Piste nutzen, dann kommt die nächste Gruppe. Solange es die Schneelage und die Inzidenz zulassen (ab drei Tage über Inzidenz 100 ist Schluss), werde man den Betrieb so aufrecht erhalten.

Skibetrieb am Oedberg: Georg Reisberger will klagen

Laut Reisberger nutzen nicht nur Skiclubs am Tegernsee, sondern auch aus der Rosenheimer und Münchner Gegend die Trainingsmöglichkeit. Dennoch: Er findet schwer Worte für die Situation: „Das ist die größte Katastrophe überhaupt.“ Laut Reisberger wird die GmbH wohl Klage einreichen, weil private Liftbetreiber, wie eben die Oedberg GmbH, bei den Hilfspaketen bisher nicht berücksichtigt würden. „Wir sind keine Streithansl“, sagt Reisberger, „aber in diesem Fall werden wir das ausfechten.“ Außerdem findet er: „Es ist schon der Hammer, dass in Nordrhein-Westfalen und Hessen die Allgemeinheit Skifahren darf und wir in Bayern nicht.“

Skibetrieb am Tegernsee: Hirschberglifte haben schon abgebaut

Am Hirschberg bei Kreuth hat die Skisaison bereits aufgehört – und sie hatte auch hier nie begonnen. „Unsere Anlagen sind bereits abgebaut“, sagt Betreiberin Katharina Kandlinger. Den heuer entstandenen Schaden könne sie aktuell noch nicht beziffern. Nicht nur durch den entgangenen Liftkarten-Verkauf ist Verlust entstanden, sondern auch durch den Aufwand zur Beschneiung, die im November und Dezember vorgenommen wurde für den Tag X, zu dem es nie kam.

Lesen Sie hier: Polizei sprengt Corona-Party am Skitzingsee.

gr

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