9. Starkbierfest im Bräustüberl am Tegernsee: Nico Schifferer schenkt kräftig ein
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Voll besetzt: Die Lokalprominenz saß dicht an dicht. Die Fastenpredigt wurde auch per Livestream übertragen. Schifferers beste Sprüche zum Durchklicken: 
9. Starkbierfest im Bräustüberl am Tegernsee: Nico Schifferer schenkt kräftig ein
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„Du musst also als Fastenprediger über die Brauerei sagen dürfen, dass die langsam durchdrehen und sich zu einem Immobilienkonzern entwickeln, gegen den der vom regierenden Amidodschn aussieht wie das Legoland. Aber sehen Sie, das dürfen Sie eben nicht sagen.“
9. Starkbierfest im Bräustüberl am Tegernsee: Nico Schifferer schenkt kräftig ein
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„Oh Bastenhaus, oh Bastenhaus, da fliegt das Geld beim Fenster raus! Keiner drin, ob Christ oder Muslime, in leergefegter Rzehak-Ruine.“
9. Starkbierfest im Bräustüberl am Tegernsee: Nico Schifferer schenkt kräftig ein
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„Lieber Georg von Preysing, Du hast es nicht leicht. Immer Ärger mit der TTT und ewig der Zirkus mit dene WWW, den Wildwütigen Wagner Weibern.“
9. Starkbierfest im Bräustüberl am Tegernsee: Nico Schifferer schenkt kräftig ein
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„Betreten wir Bad Wiessee. Das Freudenhaus der Verwaltungsjuristen, das Mekka der geplatzten Träume, das Trivial Persuit der offenen Frage und die Heimat der diplomatiefreien Aktivisten.“
9. Starkbierfest im Bräustüberl am Tegernsee: Nico Schifferer schenkt kräftig ein
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„Über Kreuth muss man ganz langsam sprechen, sonst ist man zu schnell fertig.“
9. Starkbierfest im Bräustüberl am Tegernsee: Nico Schifferer schenkt kräftig ein
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„Aus Kostengründen hat man schon vorgeschlagen, den Kreuther Gemeinderat abzuschaffen und die anstehenden Aufgaben der achten Klasse der Volksschule zu übertragen, im Rahmen einer Projektwoche.“
9. Starkbierfest im Bräustüberl am Tegernsee: Nico Schifferer schenkt kräftig ein
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„Ich hatte diesen fürchterlichen Albtraum: In allen fünf Talgemeinden wären Bürgermeisterwahlen gewesen, und überall wäre es Johannes Hagn geworden... der skandalfreie Fastenpredigt-Killer.“

Im Tegernseer Bräustüberl

Starkbierfest: Schifferer schenkt der Politik kräftig ein

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Wortgewaltig, scharfzüngig, bisweilen ziemlich ernst: Als Fastenprediger in Mönchskutte teilt Nico Schifferer beim Starkbierfest im Tegernseer Bräustüberl ganz schön aus.

Tegernsee – Das neunte Starkbierfest, das Bräustüberl brechend voll, der Gastgeber Peter Hubert in Bestlaune und doch leicht nervös. Bei der Begrüßung muss er kurz überlegen, bis ihm der Name des Wiesseer Bürgermeisters einfällt. Macht nichts: Peter Höß wird später noch sehr oft erwähnt. Bad Wiessee, das ist der Höhepunkt der Reise durch die Talgemeinden, die Nico Schifferer als Bruder Barnabas unternimmt. Dabei bremse ihn heuer ein wenig das Mitleid mit dem Wiesseer Bürgermeister, verrät der Fastenprediger. Und serviert eine Anekdote, erst Minuten alt, als Gag. Die Wiesseer Gemeinderätin Beate Meister, schmettert Schifferer in die Runde, habe nicht am Wiesseer Tisch Platz nehmen wollen – weil sie nicht bei den Sareiters sitzen wolle, ihren Gemeinderats-Kollegen.

Wegen all der Querelen also doch kein „richtiges Draufhauen“ auf den Höß Peter, dem ja auch noch der Geschäftsleiter abgehauen sei: „Die schwefelgeschwängerten Verwaltungsratten verlassen das schlingernde Schiff.“

Aber so ganz zahm geht der Fastenprediger mit dem Wiesseer Rathauschef dann doch nicht um. Man müsse schon ein „extrem geschicktes Polit-Händchen haben“, ätzt Schifferer, um den Nachbargemeinden erst ein Schreiben mit der Nachricht zu schicken, dass es 13 Jahre lang keine Spielbankabgabe gebe und 48 Stunden später einen Brief mit der Bitte, die Sanierung des Badeparks finanziell zu unterstützen. Seither, so Schifferer, denke er sich jeden Tag: „Mei, wie wollen die aus dem Schlamassel wieder rauskommen?“ Zumal die Tal-Bürgermeister „nix, aber auch überhaupt nix“, miteinander gemeinsam hätten.

Den Tegernseer Bürgermeister Johannes Hagn, das Friedenstäubchen, habe er nur ein einziges Mal narrisch erlebt, nämlich angesichts eines Artikels der Bild-Zeitung zum Hausbau von Manuel Neuer, seufzt Schifferer. Und dann der Gmunder Georg von Preysing, in dessen Gemeinderatssitzungen der Zuhörer eine „Super-Show“ erwarte, und das bei freiem Eintritt. „Dort erleben Sie Helga-Amok-Wagner gegen Georg-Zynismus-von-Preysing“. Dazu der stets in den Medien präsente Rottacher Bürgermeister Christian Köck, der unermüdlich und öffentlichkeitswirksam ehre, vorsitze oder über Bauwerber schimpfe, die er mit Geldkoffern aus seinem Büro werfen müsse. Alles ruhig dagegen in Kreuth, dessen Bürgermeister Josef Bierschneider Bruder Barnabas einen Rat mitgibt: „Lass Dich bloß nicht wegloben auf den Sessel des Landrats, bleib schön in Kreuth.“

Nach gut 90 Minuten ist Schifferer heiser, mancher Zuhörer erschöpft. In fein gedrechselten Sätzen hat der Fastenprediger ein weites Feld beackert, und das nicht nur spaßig. Er nimmt seine Aufgabe ernst, ist auch Mahner. Die neuen Pläne für die LVA-Klink sind ihm noch zu groß, die Schutzgemeinschaft möge erneut dagegen aufstehen. Er zürnt gegen die Raiffeisenbank Gmund wegen der Strafzinsen, wettert über die Bauwut im Tal und über Zugezogene, die sich über Kuhglocken beschweren. Sein Finale jedoch ist ganz dem positiven Ausblick gewidmet und damit ein Lacherfolg: „20 Asylanten eröffnen das Bastenhaus als Hotel neu, Bauer in der Au wird 2041 wieder bewirtschaftet, und im gleichen Jahr eröffnet in Bad Wiessee das Badehaus. Da freut sich Bürgermeister Höß, dass es so zügig gegangen ist.“

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