Kurze Pause: Der Abbruch des Tegernseer Feuerwehrhauses wurde gestoppt. Weiter geht’s erst, wenn die Schadstoffbelastung von Putz und Bodenplatte ermittelt ist.
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Kurze Pause: Der Abbruch des Tegernseer Feuerwehrhauses wurde gestoppt. Weiter geht’s erst, wenn die Schadstoffbelastung von Putz und Bodenplatte ermittelt ist.

Analyse von Putz und Bodenplatte

Altes Feuerwehrhaus wird auf Schadstoffe untersucht: Abbrucharbeiten vorläufig gestoppt

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Die Gewerbeaufsicht hat den Abbruch des Tegernseer Feuerwehrhauses kurzfristig gestoppt. Bevor die Arbeiten weitergehen, wird die Schadstoffbelastung von Putz und Bodenplatte untersucht.

Tegernsee - Der Stopp dürfte von kurzer Dauer sein. Nach Auskunft von Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) setzt die beauftragte Firma den Abbruch voraussichtlich bereits am Montag fort. Bis dahin dürfte die Analyse vorliegen. Sie gibt Aufschluss, wie das Material entsorgt werden muss. „Da geht es um die Sortierung“, erklärt Hagn.

Das Gebäude mit den markanten Toren verschwindet von der Bildfläche, um einem neuen Feuerwehrhaus Platz zu machen. Die Kosten sind auf insgesamt 14,6 Millionen Euro kalkuliert.

Gerüchteweise ist davon die Rede, die Stadt habe es bei dem Verfahren versäumt, ein Schadstoffgutachten für das 1927 erstellte Haus in Auftrag zu geben. Dem sei nicht so, weist Hagn die Vorwürfe zurück. Nach Absprache mit Fachfirmen habe die Stadt vereinbart, dass eine Beprobung von Materialien während des Abbruchs erfolge. Dies sei auch in der Ausschreibung so festgehalten, berichtet der Bürgermeister.

Zeitplan nicht in Gefahr

Dass jetzt Putz und Bodenplatte des Feuerwehrhauses untersucht werden, hat die Gewerbeaufsicht veranlasst. Ein Vertreter der Regierung von Oberbayern habe die benachbarte Großbaustelle fürs Quartier Tegernsee auf dem ehemaligen Krankenhausgrundstück besichtigt, erklärt Hagn. Bei dem Termin habe der Mann gleich noch die Abbrucharbeiten auf der anderen Straßenseite ins Visier genommen. Dass eine Fachbehörde Arbeiten unterbreche, um eine Analyse durchführen zu lassen, sei aber nicht ungewöhnlich, meint Hagn. „Das ist ein ganz normaler Vorgang.“

Den Zeitplan bringe die kurze Pause nicht in Gefahr. Der Abbruch soll Mitte April vollzogen sein. Der Bezug des Feuerwehrhauses ist Ende 2022 vorgesehen.

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