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Berg-Bar hoch überm Tegernsee: Junges Duo will dort Champagner ausschenken - doch jetzt ist ihr Traum geplatzt

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Von: Gabi Werner

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Neue Bar am Galaun unterhalb des Riedersteins soll eröffnen
Ein kleines Nebengebäude beim Berggasthaus Riederstein am Galaun hatten zwei junge Freunde bereits zu einer Bar umfunktioniert. © Privat

Der Traum von der Riederstein-Bar ist geplatzt: Die beiden jungen Betreiber haben ihre Pläne am Galaun vorerst gecancelt. Grund: Die Stadt Tegernsee hat ihr Veto eingelegt.

Tegernsee - Das Projekt am Tegernsee hatte schon im Vorfeld hohe Wellen geschlagen: In einem Nebengebäude des Berggasthauses Riederstein am Galaun wollten Maximilian Götzl (19) und sein ein Jahr älterer Kompagnon Leon Findler eine Bar fürs jüngere Publikum eröffnen. Neben Bier und Aperol Spritz sollte es dort auch teuren Champagner geben. Es war wohl vor allem dieser Aspekt, der schnell zu Spekulationen führte rund um den Tegernsee: Entsteht hier etwa eine weitere Party-Location inmitten grüner Bergwiesen? Wird nun auch in Tegernsee „gesaurüsselt“? Die Kommentare überschlugen sich, noch ehe die Bar Eröffnung feiern konnte.

Berg-Bar am Tegernsee: Stadt hat als Verpächterin des Berggasthofs ihr Veto eingelegt

Die Eröffnung war eigentlich für vergangenen Samstag (30. April) geplant. Doch daraus wurde nichts. Die Stadt Tegernsee, Verpächterin des Berggasthofs am Galaun, hat ihr Veto eingelegt. „Eine solche Champagner-Bar ist nicht im Sinne der Stadt“, stellt Rathaus-Geschäftsleiter Hans Staudacher auf Nachfrage klar. Dies habe er dem langjährigen Pächter und Wirt Franz Wagner auch persönlich mitgeteilt. Ein solcher Ausschank, der noch dazu erst genehmigt hätte werden müssen, sei an dieser Stelle schlichtweg unpassend, ergänzt Staudacher mit Blick auf die umliegenden Natur und Bergwelt.

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Tegernsee: Junge Bar-Betreiber wollen noch einmal Gespräch mit der Stadt suchen

Die Enttäuschung bei den gescheiterten Barbetreibern ist groß. Zumal sie in den Umbau des kleinen Nebengebäudes bereits viel Mühe und Arbeit gesteckt haben. „Es hat leider nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben“, räumt Leon Findler auf Nachfrage ein. Ganz wollen er und Maximilian Götzl ihr Projekt Riederstein-Bar aber noch nicht verloren geben. Die Initiatoren bemühen sich gerade um einen Gesprächstermin bei der Stadt und Bürgermeister Johannes Hagn. „Ein klein wenig Hoffnung haben wir noch“, sagt Findler.

Tegernsee: Bar-Betreiber sagen: Es war nie eine Party-Meile geplant

Angesichts der Kritik, die das Projekt bereits im Vorfeld hervorgerufen hatte, stellt der 20-Jährige noch einmal klar: „Es war nie eine Bar in klassischem Sinne angedacht.“ Und schon gar keine Party-Meile. Man habe bei dem Berggasthof lediglich ein Zusatzangebot für die jüngere Generation schaffen wollen. Dass das Projekt derart hohe Wellen schlagen würde, damit hatten die beiden Freunde wohl kaum gerechnet.

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