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Das Pendelschiff legt auch in Bad Wiessee ab, hier eine Aufnahme von 2015. 

Teils warteten die Leute über eine Stunde

Unglaublicher Ansturm auf die Adventsschiffe - So reagiert die TTT

Tegernsee - Die Pendelschiffe sind der Renner der Adventsmärkte. Am Samstag war der Ansturm aber so groß, dass es zu Problemen kam. Die Touristiker bessern nach.  Peter Rie von der TTT erklärt, wie.

Herr Rie, hätten Sie gedacht, dass die Adventsmärkte am Tegernsee einen so großen Ansturm erleben?

Rie: Gehofft natürlich schon, aber die Besucherzahlen kann man im Vorfeld nicht abschätzen. Dabei haben wir heuer unsere Werbung im Großraum München zurückgenommen und auf das Umland von Augsburg, Stuttgart und Nürnberg ausgedehnt. Das hat Wirkung gezeigt. Auch die Zahl der Gäste, die ein Pauschal-Wochenende buchen, entwickelt sich erfreulich.

Der Ansturm machte aber vor allem den Schiffen zu schaffen.

Rie: Am Zustieg in Tegernsee, dem Knotenpunkt für Anreisende, gab’s am Samstag definitiv Probleme. Da gab’s dann schon längere Wartezeiten.

Das heißt, man musste locker eine Stunde warten, da die Schiffe in etwa im Halbstunden-Takt fahren.

Rie: Ja, das konnte vorkommen.

Gab’s Beschwerden?

Rie: Es gab Beschwerden, ja. Wir haben am Samstag gleich reagiert und für Sonntag einen Schuttlebus organisiert, der zwischen Tegernsee und dem Rottacher Seeforum, der Hauptachse, pendelt. Der Sonntag lief dann wieder reibungslos.

Wie erklären Sie sich den Ansturm?

Rie: Wir müssen das noch genau analysieren und alle Zahlen auswerten. Aber einer der Knackpunkte, der uns zu schaffen machte, waren vermutlich Busgruppen, die am Samstag vermehrt da waren. Wenn man nämlich 50 Leute einer Gruppe hat, die alle aufs Schiff wollen, dann ist das schon schwierig.

Die müssen das eben vorher buchen?

Rie: Das ginge immer nur mit zusätzlichen Schiffen, die extra gechartert werden müssen.

Als 2012 das Pendelschiff beim Adventsmarkt eingeführt wurde, gab’s auch Probleme.

Rie: 2012 hatten wir mit nur einem kleinen Schiff begonnen, auf das etwa 130 Leute passen. Ab 2013 waren dann schon zwei kleine Schiffe zwischen den Märkten unterwegs. Und seit 2014 haben wir zwei kleine und zusätzlich ein großes Schiff im Einsatz, das Platz für 250 Gäste bietet. Im nächsten Jahr hoffen wir, dass wir das zweite große Schiff dazubekommen.

Wie viele Leute wurden ungefähr befördert?

Rie: Gesamt hatten wir am Samstag 5500 Zustiege in den drei Markt-Orten, am Sonntag waren es fast 4700.

Wird die TTT für das kommende Wochenende, die dritte Runde der Adventsmärkte, nachbessern?

Rie: Es wird ein Sonderbus eingesetzt, der zwischen dem Rathaus Tegernsee und dem Rottacher Seeforum zwischen 14 und 18 Uhr pendelt. Zudem wird das große Schiff in Tegernsee schon früher ablegen, also vor Öffnung der Märkte, um das Ganze zu entzerren. Außerdem werden wir Gruppenreisen informieren und versuchen, nicht alles auf Tegernsee zu konzentrieren, sondern sie auf Rottach-Egern oder Bad Wiessee umzulenken. Das haben wir am Montag beschlossen. Was gut geklappt hat, war die Regelung, dass die Schiffe im Uhrzeigersinn fahren. Und auch die Sache mit dem Tagesticket und dem Bändchen, das man dafür bekommen hat, hat gut funktioniert.

Da gab’s also nichts zu meckern.

Rie: Nein, ganz im Gegenteil. Lorenz Höß (Betriebsleiter der Schifffahrt, Anm.d.Red.) hat mir aber erzählt, dass manche Fahrgäste einfach sitzen geblieben sind und ein paar Runden mit dem Schiff gedreht haben. Das ist allerdings nicht der Sinn der Sache und nimmt uns auch Kapazitäten weg.

gr

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