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Die Märkte rund um den See, hier in Bad Wiessee, waren im Advent 2016 ein großer Anziehungspunkt. Vor allem die Pendelschiffe (im Hintergrund) waren der große Renner.

TTT legt Bilanz vor und formuliert Wünsche

Adventszauber beschert Plus an Übernachtungen

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Tegernsee - Mit dem Adventszauber hat das Tegernseer Tal den Nerv der Besucher offenbar genau getroffen. Erstmals hat sich die Veranstaltungsreihe auch spürbar auf die Übernachtungszahlen ausgewirkt.

„Mit dem Adventszauber haben wir in den vergangenen fünf Jahren etwas Einzigartiges auf die Beine gestellt“, erklärte Christian Kausch, seit kurzem nun endgültig Geschäftsführer der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT), am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Tegernsee.

Um eine Zahl zu nennen: Die angebotenen Pauschalreisen anlässlich der Adventsmärkte sind von 30 auf 100 Stück im vergangenen Jahr angestiegen. Für TTT-Veranstaltungsmanager Peter Rie auch Anlass für einen Appell: Leistungsträger wie Vermieter oder auch die Wallbergbahn sollten ihre Betriebsruhe- und Revisionszeiten überdenken. „Es wäre wichtig, sich von alteingesessenen Ritualen zu lösen“, meinte er.

Drei große Märkte in Tegernsee, Rottach-Egern und Bad Wiessee, dazu drei Pendelschiffe, die die Gäste über den idyllischen See schippern: Mit der Veranstaltungsreihe – seit 2012 unter der Bezeichnung „Adventszauber“ zu einer Einheit gebündelt – sei es gelungen, eine „touristisch absolute Nebensaison nachhaltig zu beleben“, freut sich Rie. Und das ganz unabhängig von der Schneelage.

Um das Angebot 2017 noch optimieren zu können, wünscht sich Rie nicht nur, dass in dieser Zeit weniger Gästehäuser pausieren, er formuliert auch einen ganz klaren Wunsch an die Tegernsee Schifffahrt: „Wir brauchen dringend das zweite große Schiff.“ Die Pendelfahrten auf dem See sind zweifellos das große Zugpferd beim Adventszauber: Von 20.000 verkauften Fahrten im Jahr 2015 habe man die Zahl im zurückliegenden Advent auf 22.000 steigern können.

Eine Nachfrage, die mit den drei Schiffen, die bisher an den beiden frequentiertesten Wochenenden im Einsatz waren, kaum noch zu bewerkstelligen war. Wie die Tegernseer Zeitung berichtete, kam es teils zu langen Wartezeiten an den Ablegestellen. Beschwerden waren die Folge. „Wir haben aber umgehend reagiert“, versichert Rie. So seien kurzfristig zusätzliche Busse eingesetzt worden, zudem habe man rasch auf Beschwerden reagiert und persönlich mit den Betroffenen Kontakt aufgenommen und sich um Wiedergutmachung bemüht.

Probleme bereiteten der TTT unter anderem die Busgruppen, die gesammelt zu den Märkten gekarrt wurden und dann auf die Schiffe drängten. „Das führt natürlich zu Staus“, sagt Rie. 2017 werde man vielleicht versuchen, für Gruppen bei entsprechender Vorreservierung extra Schiffe zur Verfügung zu stellen.

So sehr sich die TTT über den Erfolg des Adventszaubers freut, man sei auch darauf bedacht, dass die Märkte nicht noch größere Besuchermassen verkraften müssen. „Wir müssen aufpassen, dass die Märkte klein, aber fein bleiben“, gibt Kausch zu bedenken. Ziel für 2017 sei es daher, die Qualität der Veranstaltungsreihe weiter zu verbessern. So spricht Rie etwa von einer Optimierung der Beschilderung, von einer Verbesserung der Beleuchtung und von noch mehr „Wohlfühlatmosphäre“.

Fest steht: Schon jetzt hat der Tegernseer Adventszauber eine riesige Fangemeinde. Laut Kausch haben die Märkte für ein Medienecho weit über die Landesgrenzen hinaus gesorgt. Und auch im Internet stieß der Adventszauber auf große Resonanz: Mit über 87.000 Besuchen auf der Seite tegernsee.com/advent konnten die Zahlen des Vorjahres laut TTT mehr als verdoppelt werden. 

Erfolgreich auch der Facebook-Auftritt: Hier gab’s 11.400 „Gefällt mir“-Angaben, knapp 400 Kommentare und über 1000 geteilte Inhalte. „Das sind Zahlen, die uns stolz und glücklich machen“, sagt Christoph Schempershofe, zuständig fürs Online Marketing bei der TTT.

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