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Stefanie Wagner und Robert Schärfl aus Seeshaupt bummelten durch den Rottacher Kurpark.
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Sylvia Ammer (l.) und Ady Walter kamen aus Oberstaufen nach Tegernsee. Fotos (4): ak
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Claudia und Reiner Dobner aus Mering starteten an der Wiesseer Se epromenade in den Seeadvent.
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Am Feuer wärmen: Die Sitzgelegenheit an der Feuerstelle auf dem Wiesseer Seeadvent an der Seepromenade nahmen die Christkindlmarkt-Pendler gerne an.
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Schlange stehen vor dem Schiff: An der Anlegestelle am Rathaus in Tegernsee mussten sich die Besucher in Geduld üben, um vom Schlossmarkt zur nächsten Station zu kommen. Heuer waren erstmals drei Schiffe der Seenschifffahrt im Einsatz.
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Im Lichterglanz erstrahlte der Rottacher Kurpark. Vom anderen Ufer aus nicht zu sehen: Die Besucher schoben sich regelrecht durch die Standlgassen. Fotos (3): Andreas Leder
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Harvey und Madleine Hornstein aus New York City besuchten den Schlossmarkt in Tegernsee.
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Adventszauber am Tegernsee 

Wer Schifffahren möchte, muss warten

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Der Adventszauber zieht: Binnen weniger Stunden gingen so viele Schifffahrts-Tickets weg wie sonst an einem Tag. Die Gäste hatten viel Gelegenheit, die Traumkulisse anzuschauen. Denn sie musste oft lange warten.

Tegernseer Tal – Einem sensationellen Gästeansturm war am Wochenende bei perfektem Winterwetter und Glitzerschnee das Tegernseer Tal ausgesetzt: Gleichzeitig auf drei stimmungsvoll illuminierten Märkten und drei Schiffen entfaltete sich der Adventzauber.Am Auftakt- Wochenende dürften etwa 10 000 Besucher gekommen sein, genauer Zahlen liegen den Touristikern aber erst im Laufe des heutigen Montags vor, erklärt Peter Rie. Der Andrang wundert den Veranstaltungsmanager der Tegernseer Tal Tourismus GmbH nicht: „Die Kulisse war mit dem Schnee traumhaft.“

Schon ab dem frühen Nachmittag rollten am Samstag die Autokolonnen in Richtung Weihnachtsmärkte – zumeist nach Tegernsee, wo nicht nur die Parkplätze knapp wurden. Die Gäste schoben sich auf dem Schlossplatz zwischen den Ständen durch, an denen es Krippenfiguren, Holzschnitzereien, Filzarbeiten, Strickmützen, Hausschuhe zu kaufen und Weihnachtsschmankerl zu genießen gab. Bekanntes und Bewährtes wie Maroni, Bratwurstsemmeln und Glühwein lockte ebenso wie unzählige Punschvariationen, heißer Bratapfellikör oder heiße, mit Rum „inspirierte“ Schokoladen. Hellauf begeistert vom Schlossmarkt waren Madleine und Harvey Hornstein aus New York City. Sie waren zwar nicht eigens zum Adventszauber aus den USA angereist, sondern aus beruflichen Gründen in München. Dort aber legten ihnen Freude den Ausflug an den Tegernsee nah. Ihr Fazit: „Eine wirklich wundervolle Erfahrung. Very, very nice.“

Durch die Tegernsee Arkaden schoben sich die Besucher auf der Suche nach kulinarischen Geschenken und Mitbringseln. Sie lagen auf dem Weg zum Schiffsanleger beim Rathaus, wo es zu extrem langen Warteschlangen und auch zu Unmut bei einigen Gästen kam. Vor allem bei jenen, die zwei oder mehr Schiffe beziehungsweise mehr als 40 Minuten anstehen und frieren mussten, bis sie auf dem Schiff Platz fanden. Sylvia Ammer und Ady Walter aus Oberstaufen, die ihr Familientreffen an den Tegernsee verlegt hatten, weil sie das Drei-Märkte-Schifffahrts-Konzept neugierig gemacht hatte, monierten die Organisation: „So ist es eine Katastrophe. Es sollten mehr Schiffe unterwegs sein.“

Stefanie Wagner und Robert Schärfl aus Seeshaupt, die mit dem Schiff von Tegernsee nach Rottach-Egern gefahren waren, lobten dagegen das Angebot der Pendelschiffe und -busse: „Es ist super organisiert, eine gute Stimmung, ein klasse Angebot an den Ständen und eine schöne Atmosphäre. Und bei dem Andrang muss man eben Wartezeiten in Kauf nehmen.“ Die Gäste schoben sich regelrecht durch die Standerl-Gasse im Kurpark, wärmten sich am großen Feuer, lauschten der Musik der Weisenbläser und ließen sich die Spezialitäten – vom heißen Amarone, Met und Champagner über Salsiccia-Paprika-Semmel bis hin zur Gulaschsuppe im Brotlaib – schmecken. Mehrfach hörte man Besucher von der Schiffsrundfahrt mit Musik und Lesung einer Heimatführerin schwärmen. TI-Leiterin Angelika Drexler bestätigte, dass das neue Angebot fast ausverkauft war. Auch weil dieses Jahr auffallend viele Kleingruppen bis zwölf Personen den Adventszauber erlebten. Dennoch sei es zu keinen längeren Wartezeiten gekommen.

Wiessees TI-Leiter Stefan Rachel bestätigte ein gestiegenes Interesse an den Schifffahrten: „Nach zwei Stunden hatten wir schon so viele Tickets verkauft wie letztes Jahr an einem Tag.“ Alle seien gut weggekommen, und die Stimmung unter den Wartenden sei gut gewesen. In Bad Wiessee verlief sich der Andrang gut, weil dort einfach am meisten Fläche zur Verfügung steht. Claudia und Reiner Dobner aus Mering, die jedes Jahr den Besuch auf einem Christkindlmarkt mit einem ganzen Wochenende im Freundeskreis verbinden und sich zwei Tage in Bad Wiessee eingemietet haben, zeigten sich besonders begeistert von der romantischen Kutschfahrt nach Altwiessee und zurück: „ Weil sich eine Schifffahrt heute irgendwie nicht ergeben hat, war das das Highlight. Wie im Märchen.“

An den Wochenenden, 9./10. und 16./17. Dezember sind die Pendelschiffe jeweils wieder im Einsatz und steuern die drei Märkte an.

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