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Im Stil eines Almdorfs soll am Fuß der Neureuth eine Hotelanlage entstehen. Die Skizze zeigt eine geplante Gaststätte.

Almdorf: Jetzt kann's losgehen

Stadt gibt grünes Licht für Mega-Hotelprojekt

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Tegernsee - Das Almdorf hat eine Hürde genommen. Der Bauausschuss hat den Bauantrag befürwortet. Wer die Monsteranlage betreiben wird, ist allerdings noch immer offen.

Einfach ist er nicht, der Weg zum geplanten Almdorf am Fuße der Neureuth. Die Tegernseer Ernst Tengelmann GmbH entwickelt das exklusive Tourismus-Projekt seit über vier Jahren zusammen mit dem Schlierseer Architekten Johannes Wegmann. „Jetzt sind wir guter Dinge, dass es was wird“, sagt Rainer Leidecker von der Ernst Tengelmann GmbH. Viele Hürden musste das Almdorf bisher nehmen, nachdem sich der Stadtrat im August 2012 nahezu einstimmig für die Hotelanlage ausgesprochen hatte.

Die 4500 Quadratmeter große Fläche musste aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen werden – der Umweltausschuss des Kreistags stimmte mehrheitlich zu, auch wenn deutliche Kritik am „Heidi-Land“ am Fuße der Neureuth geäußert wurde. Dann reichte SPD-Sprecher Thomas Mandl, der die Anlage im Stadtrat nach wie vor ablehnt, zusammen mit weiteren Gegnern eine Petition im Landtag ein – allerdings ohne Erfolg. Um zu verhindern, dass aus dem Almdorf eines Tages eine Eigentums-Wohnanlage wird, baute die Stadt viele Sicherungshaken ein.

Die Projektentwickler mussten einen Durchführungsvertrag unterzeichnen, der sogar eine Konventionalstrafe vorsieht, falls Gäste länger als sechs Wochen bleiben. Für den vorhabenbezogenen Bebauungs- und Erschließungsplan mussten jede Menge Anforderungen erfüllt werden. Jetzt lag der konkrete Bauantrag auf dem Tisch, ein paar Monate später als geplant. „Das war sehr aufwendig“, sagt Leidecker und nennt den Entwässerungsplan als Beispiel.

Weil alle Bau-Details bereits im Vorfeld bearbeitet und festgelegt worden waren, musste sich der Bauausschuss nur noch mit Kleinigkeiten befassen, etwa mit Dachüberständen an Balkonen und sogenannten Katzenlauben oder mit der unterirdischen Vergrößerung des Pelletbunkers. Ansonsten bleibt alles so wie geplant: Auf dem Gelände, wo heute noch das Café Bergschwalbe steht, soll ein Almdorf mit 76 Betten entstehen. Sieben Almhütten, zwei größere Höfe mit Gästezimmern und Restaurants sowie eine Tiefgarage gehören dazu.

Nach wie vor offen ist allerdings, wer das Almdorf künftig betreiben wird. „Wir sind in guten Gesprächen, es gibt interessante Partner“, sagt Leidecker. Er geht davon aus, dass entsprechende Verträge bis Ende des Jahres geschlossen sind. Offen ist auch, ob es zu einer Kooperation mit dem in Rottach-Egern an der Seestraße geplanten und bereits genehmigten Projekt Seeperle kommt. Leidecker und Tengelmann sowie Unternehmer Andreas Greither wollen dieses Projekt schon bald verwirklichen. „Urlaub am See und auf dem Berg“ könnte das Motto der Kooperation Seeperle und Almdorf lauten. Noch existiert das Almdorf nur auf dem Papier. „Skeptiker können wir natürlich erst vollends überzeugen, wenn die Bauarbeiten beginnen“, so Leidecker. Für 2016 ist der Spatenstich geplant.

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