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Alpbachbrücke – die nächste Baustelle

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Von: Gerti Reichl

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Die Brücke über den Alpbach muss saniert werden. Die Bauarbeiten sollen ab Mai 2022 beginnen, verbunden mit einer halbseitigen Sperrung der Bundesstraße.
Die Brücke über den Alpbach muss saniert werden. Die Bauarbeiten sollen ab Mai 2022 beginnen, verbunden mit einer halbseitigen Sperrung der Bundesstraße. © Thomas Plettenberg

Auf Tegernsee rollt wieder eine Baustelle zu: Ab Mai 2022 soll die Brücke über den Alpbach saniert werden, verbunden mit halbseitiger Sperrung der Bundesstraße. Zu einer Verbreiterung der Gehwege konnte sich der Stadtrat nicht durchringen.

Tegernsee – Die aus dem Jahr 1965 stammende Alpbachbrücke ist marode, kein Wunder bei den zigtausend Fahrzeugen und vermehrt Schwerlastern, die täglich darüber rollen. Ab Mai 2022 will das Staatliche Bauamt Rosenheim die Brücke sanieren. Die Asphaltschichten werden abgetragen, die Betonplatten freigelegt, Abdichtungen und Brückenkappen erneuert. Das bedeutet: viermonatige Bauzeit mit nur einspurigem Verkehr.

Breitere Gehsteige an der Alpbachbrücke: Sieben Parkplätze würden wegfallen

Im Stadtrat stand jetzt zur Diskussion, ob nicht zeitgleich die Gehwege dort verbreitert werden sollten. Dies auch vor dem Hintergrund von Überlegungen, im Zuge der angedachten Tiefgaragenerweiterung oberirdische Stellplätze zu reduzieren und stattdessen Spazierflächen für eine bessere Aufenthaltsqualität zu verbreitern. Sieben Parkplätze im Bereich zwischen Rosen- und Adelhofstraße würden damit wegfallen – seeseitig drei, bergseitig vier.

Es ist nicht verhältnismäßig, Parkplätze zu opfern.

Peter Hollerauer (FWG)

Anton Lengmüller (FWG) war nicht begeistert: „Die Leute brauchen keinen breiteren Gehweg, sie haben ja auch den Steg. Es wäre wichtiger, vor den Geschäften Parkplätze anzubieten.“ Auch Fraktionskollege Peter Hollerauer hielt es nicht für verhältnismäßig, Parkplätze zu opfern. Ihn störte zudem der Zeitpunkt, zumal mit dem Brückenbau eine teilweise Umleitung des Verkehrs über Hochfeld- und Bahnhofstraße verbunden ist. Wegen der dort laufenden Bauarbeiten war er dafür, die Maßnahme um ein Jahr zu verschieben. „Es ist ja nicht so, dass die Brücke gleich einstürzt“, meinte Hollerauer.

Statt breitere Gehsteige: Radlspur im Blick

Die Info von Bauamtsleiterin Bettina Koch, dass zudem seeseitig der Abwasserkanal verlegt werden muss – diese Maßnahme ist wegen des geplanten Bauprojekts Guggemos nötig – war nicht nur für Rudolf Gritsch (CSU) neu. Er gestand auch, dass sich seine Überlegungen, wie man Radler und Fußgänger gemeinsam durch das „Nadelöhr“ im Zentrum schleusen könnte, geändert hätten. „Ich dachte immer, wir bräuchten breitere Wege, das ist nun anders.“ Radfahrer, die auf den Gehwegen unterwegs sind (Lengmüller: „Das ist brandgefährlich“), sollten vielmehr auf der Straße Platz bekommen. Gritsch war dafür, eine Fahrradspur im Auge zu behalten. Florian Kohler (BürgerListe) war ebenfalls gegen eine Verbreiterung, weil sie die Unfallgefahr erhöhen würde. Er plädierte für eine durchlaufende Spur für Radler. Mit Blick auf die lange Bauzeit der Brücke bei Moosrain war er dafür, lieber mehr Geld zu investieren, um die Bauzeit zu verkürzen.

„Alles beim Alten lassen“, war der Vorschlag von Andreas Obermüller (FWG). und so kommt’s nun auch: Der Baubehörde wird nun der einstimmige Beschluss mitgeteilt, dass die Alpbachbrücke in ihrer bisherigen Form saniert werden soll – ohne Verbreiterung. 400 000 Euro sind laut der Behörde veranschlagt.

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gr

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