Mit dem Aushöhlen hat der Abbruch des alten Feuerwehrhauses an der Hochfeldstraße begonnen. Inzwischen sind die Arbeiten schon wieder ein gutes Stück vorangekommen.
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Mit dem Aushöhlen hat der Abbruch des alten Feuerwehrhauses an der Hochfeldstraße begonnen. Inzwischen sind die Arbeiten schon wieder ein gutes Stück vorangekommen.

Altes Feuerwehrhaus in Tegernsee verschwindet

Abbruchfirma leistet schon ganze Arbeit

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Es sind definitiv die letzten Tage des alten Feuerwehrhauses Tegernsee an der Hochfeldstraße: Der Abbruch ist in vollem Gange.

Tegernsee ‒ Vor dem Gebäude aus dem Jahr 1927, das mit vielen Erinnerungen verknüpft ist und dem viele Tegernseer wegen seines prägenden Erscheinungsbilds mit der Malerei und den markanten Toren immer noch nachweinen, steht ein Bauzaun. Unentwegt krachen Einrichtungsgegenstände und Bauteile in den großen blauen Container, der in einem der Tore steckt. Die Abbruchfirma, eine von 14 Firmen, die sich an der Ausschreibung beteiligt hatten und den Job haben wollten, leistet bereits ganze Arbeit. Und das nach Plan, wie sich jetzt im Stadtrat zeigte.

Dort war Florian Ewald zu Gast. Für das Stuttgarter Unternehmen Drees & Sommer nimmt er als Projektsteuerer zusammen mit der Verwaltung und Architektin Claudia Schreiber die Kosten für das geplante neue Feuerwehrhaus mit Wohnungen unter die Lupe. Das passiert etappenweise. Die Zahlen, die er jetzt vorlegte, waren Stand der jüngsten Berechnung vom Februar. Demnach betrage das Einsparpotenzial insgesamt 67 700 Euro. Würde man einerseits den Einbau einer Einbruchmeldeanlage sowie einen höheren Ansatz für einen Hochdruckreiniger berücksichtigen, andererseits aber auf die Fußbodenheizung im Keller verzichten und eine vereinfachte Lüftung im Schulungsraum planen, dann würden die Einsparungen rund 46 000 Euro brutto betragen. Hinzugekommen seien zudem Honorare in Höhe von 12 000 Euro. Aktuell, bestätigt Bauamtsleiterin Bettina Koch, sei man bei Kosten von 14,567 Millionen Euro brutto angelangt. Nebenkosten sowie Rückstellungen seien darin enthalten.

Im Detail wurden die Stadträte dann über den anvisierten Zeitplan informiert. Bis 16. April ist demnach der Abbruch terminiert. Anfang August soll mit dem Aushub der Baugrube begonnen werden, die Rohbau-Arbeiten sind für 13. September geplant. Zwischen 15. März und 21. Oktober 2022 sollen die Zimmerer mit ihren Arbeiten dran sein, am 11. November 2022 soll der Betrieb im neuen Feuerwehrhaus anlaufen.

„Das ist die Marschroute, die wir anpeilen“, sagte Ewald und betonte auf Nachfrage von Rudolf Gritsch (CSU), dass sich dieser Zeitplan natürlich verlängern und ein Nachregulieren nötig sein könnte. Ewald berichtete auch, dass man bei der Ausschreibung der Arbeiten verstärkt örtliche Firmen informieren wolle. Eine Prognose hinsichtlich der Firmen, könne er nicht wagen. Vize-Bürgermeister Michael Bourjau (FWG) hatte sich erkundigt, ob mit einer ausreichenden Anzahl an Bewerbern gerechnet werden könne. Bauamtsleiterin Koch zeigte sich zuversichtlich – auch wegen der großen Anzahl an Firmen, die den Abbruch übernehmen wollten.

Bei der Sitzung galt es auch einen Ausschuss zu gründen, der, unabhängig vom Sitzungskalender des Stadtrats, über die Vergabe der Arbeiten entscheidet. Er müsse ein Spiegelbild des Stadtrats darstellen und aus mindestens fünf Mitgliedern plus Vorsitzendem bestehen, informierte Geschäftsleiter Hans Staudacher. Seinen Vorschlag, wonach auch der bestehende Verwaltungsausschuss diese Aufgabe übernehmen könnte, hielt der komplette Stadtrat am Ende für die beste Lösung. Ursula Janssen (Grüne) hatte zunächst noch Bedenken wegen des unbegrenzten finanziellen Spielraums, den der Ausschuss haben solle. Verabredet wurde jedoch, dass über größere Posten wieder der Stadtrat entscheiden solle.

Nach dem Aushöhlen wird die Abrissbirne anrücken. Die Tegernseer Feuerwehr hat mittlerweile ein funktionierendes Übergangsquartier: Es wurde gegenüber auf dem ehemaligen Parkplatz an der Grundschule hochgezogen.

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