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Die MS Tegernsee darf ab Samstag wieder ablegen. Die kleinen Schiffe sind noch nicht unterwegs, auch gilt ein sehr eingeschränkter Fahrplan. 

Nach der Corona-Zwangspause

Schiffe dürfen am Tegernsee wieder ablegen - aber mit großen Einschränkungen

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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Jetzt hat auch die Bayerische Seenschifffahrt grünes Licht bekommen. Nach der Corona-Zwangspause ist ab diesem Samstag auf dem Tegernsee wieder Schifferlfahren möglich. Mit Einschränkungen.

Tegernsee – „Es ist eine schwierige Zeit, aber wir sind froh, dass wir überhaupt starten können“, sagt Michael Grießer, Geschäftsführer der Bayerischen Seenschifffahrt. Lange hatte er auf das Startsignal der Regierung warten müssen, am Donnerstag nun verkündete Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei einem Besuch der Werft in Starnberg, dass sich die Menschen ab dem Pfingstwochenende „auf schöne Rundfahrten über die bayerischen Seen freuen dürfen“.

Tatsächlich bleibt es am Tegernsee zunächst bei den reinen Rundfahrten. Von einem normalen Linienverkehr, so viel macht Grießer auf Nachfrage der Tegernseer Zeitung deutlich, sei man noch weit entfernt. Eingesetzt werden auf dem Tegernsee vorläufig nur die beiden großen Fahrgastschiffe MS „Rottach-Egern“ und MS „Tegernsee“.

Lesen Sie hier:Seenschifffahrt: Leinen los ab 4. Mai?

„Wir müssen alle Fahrgäste registrieren, und die Abstände sind zwingend einzuhalten“, erklärt Grießer. Maßnahmen, die zu einer deutlichen Reduzierung der Kapazitäten zwingen. Je rund 250 Passagiere finden normalerweise auf den beiden großen Schiffen Platz, zu Corona-Zeiten kann laut Grießer höchstens ein Drittel an Bord gehen. Angeboten werden zunächst ausschließlich Rundfahrten von und nach Tegernsee, der dortige Rathaus-Steg ist in der ersten Zeit einzige An- und Ablegestelle. „Auf diese Weise können wir die Registrierung der Fahrgäste an Bord erledigen“, erläutert der Geschäftsführer. Die Abfahrtszeiten für die Rundfahrten ohne Zwischenstopp sind auf der Homepage des Unternehmens www.seenschifffahrt.de zu finden.

Weil die Vorgaben sehr kurzfristig kamen, sei zunächst nur dieser eingeschränkte Fahrbetrieb möglich, macht Grießer deutlich. „Wer momentan von A nach B möchte, muss die RVO-Busse nutzen“, sagt der Geschäftsführer. Natürlich sei aber auch die Schifffahrt darum bemüht, möglichst bald wieder ein Stück „Regelbetrieb“ anbieten zu können. Eine Rückkehr zum ganz normalen Linienverkehr noch in dieser Saison hält Grießer derzeit allerdings für eher unwahrscheinlich.

Hier finden Sie den Artikel: Schifffahrt: Viel Arbeit und bald ein neuer Betriebsleiter

Stattdessen tüftelt man bei der Bayerischen Seenschifffahrt weiterhin am richtigen Sicherheitskonzept für die Corona-Zeit. Im Wartebereich am Steg und in den Innenbereichen der Schiffe besteht laut Pressemitteilung des Finanzministers eine Maskenpflicht. „Wir werden außerdem versuchen, einen Ticketverkauf an Land anzubieten“, kündigt Grießer an. So könnten sich die Passagiere ihre Fahrkarten schon im Vorfeld besorgen. „Ob wir das aber schon zu diesem Wochenende hinbekommen, ist fraglich.“

Alle Infos zur Corona-Entwicklung im Landkreis Miesbach gibt‘s in unserem Live-Ticker

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