+
Besonderes Schmuckstück: Auch die Werdenfelser Krippe von Werner Zelfel wird im Rahmen der Ausstellung im Heimatmuseum zu sehen sein.

Räume im Quirinal nicht mehr öffentlich zugänglich

Krippenausstellung zieht ins Tegernseer Heimatmuseum

  • schließen

Heuer gibt es wieder eine Krippenausstellung am Tegernsee. Nachdem das Quirinal nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich ist, zeigt der Krippenverein seine Exponate an einem neuen Ort.

Tegernsee – Seit für das Pfarrzentrum Quirinal in Tegernsee verschärfte Brandschutzbestimmungen gelten, ist dort das weihnachtliche Kripperlschauen tabu. Schon im vergangenen Jahr hatte die breite Öffentlichkeit keinen Zugang mehr zu den beiden stattlichen, wertvollen Krippen, die dort im Kellergeschoss lagern. An dieser Situation lässt sich auch heuer nichts ändern. Allerdings haben die Krippenfreunde Tegernseer Tal zumindest für ihre regelmäßig stattfindende Ausstellung eine Alternativlösung gefunden.

Im benachbarten Heimatmuseum in Tegernsee werden heuer rund 40 Krippen Einzug halten. „Der Altertumsgauverein stellt uns die Räumlichkeiten zur Verfügung“, freut sich Christoph Rouleaux (45) , Vorsitzender der Krippenfreunde. Damit könne der Verein erstmals seit 2014/2015 wieder eine Ausstellung bestücken und der Öffentlichkeit präsentieren. „Darüber sind wir natürlich sehr froh und erleichtert“, erklärt Rouleaux.

Lesen Sie hier: Wegen Brandschutz: Kripperlschaun im Tegernseer Quirinal fällt flach

Denn die Ausstellungen, die früher ebenfalls im Quirinal stattfanden, waren stets ein großer Besuchermagnet: Um die 3000 Interessierte zogen sie regelmäßig in der Weihnachtszeit an. „Und auch heuer hatten wir schon wieder zwei, drei Anfragen von Bussen“, berichtet der Vorsitzende.

Die beiden großen Exponate im Pfarrzentrum – die Freiberger-Krippe und die Stegmaier-Krippe – können für die Ausstellung zwar nicht ins Heimatmuseum umgesiedelt werden, da sie an ihrem Standort fest eingebaut sind. Dennoch kündigt Rouleaux eine Ausstellung mit vielen attraktiven Exponaten an. Etwa 40 verschiedene Krippen – von Klein bis Groß – werden vom Ersten Weihnachtsfeiertag an bis zum 2. Februar im Museum an der Seestraße zu sehen sein. Darunter sind auch einige Leihgaben, das meiste aber komme aus dem Bestand der Mitglieder selbst.

„Wir haben auch zwei neue Ankäufe vom Verein“, berichtet Rouleaux: eine so genannte Kastenkrippe aus Böhmen und ein fast lebensgroßes neapolitanisches Jesuskind. Auch diese beiden Darstellungen werden Teil der Ausstellung sein. Darüber hinaus wird es eine Werdenfelser Krippe, eine neapolitanische Krippe, eine orientalische Krippe mit Figuren aus Spanien sowie alpenländische Krippen – so genannte Schneekrippen – zu sehen geben. Auch ihre selbst angefertigten Klosterarbeiten werden die Mitglieder den Besuchern präsentieren.

Auch hier geht es um den Brandschutz: Tegernseer Hütte: Gemeinde macht Ausnahme von Gestaltungssatzung

Sollte explizit Interesse bestehen, so gebe es sicherlich auch die Möglichkeit, im Rahmen von Führungen einzelnen Gruppen die beiden großen Krippen im Quirinal zu zeigen. „Öffentlich ausschreiben dürfen wir das aber nicht“, erläutert Rouleaux. Dass ausgerechnet die beiden größten Schätze des Vereins nicht mehr jederzeit zugänglich sind, ist für den Vorsitzenden kein akzeptabler Dauerzustand. „Unser Ziel es es schon, für die großen Krippen eine neue Heimat zu finden“, macht der 45-Jährige deutlich. „Sonst verstauben die dort unten.“ Möglicherweise, so überlegt Rouleaux, verfüge ja die Stadt Tegernsee über eine geeignete Räumlichkeit, die sie zur Verfügung stellen könnte.

Zunächst aber gilt das Augenmerk der bevorstehenden Ausstellung. Etwa ab 9. Dezember werde der Verein mit dem Aufbau im Heimatmuseum, das derzeit ohnehin Winterpause hat, beginnen, kündigt Rouleaux an. Während der Ferien – zwischen 25. Dezember und 6. Januar – werde täglich von 13 bis 17 Uhr geöffnet sein, danach nur noch zwischen Donnerstag und Sonntag jeweils von 13 bis 17 Uhr. 

Dass die Ausstellung heuer später beginnt, als es in früheren Jahren der Fall war, schadet nach Ansicht des Vorsitzenden nicht. Die meisten Besucher seien ohnehin immer erst nach Weihnachten gekommen. „Da haben die Leute wieder mehr Zeit.“

Hier finden sie den Bericht: Kostbares Geschenk für die Krippenfreunde

gab

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Erlösung in Sicht? Wann die großen Skigebiete endlich in die Saison starten
Skifahrer und Snowboarder scharren schon mit den Hufen: Wann kann in der Region südlich von München endlich die Skisaison starten? Jetzt gibt’s die erlösende Antwort.
Erlösung in Sicht? Wann die großen Skigebiete endlich in die Saison starten
Weihnachtsmärkte im Landkreis: Alle Termine, alle Infos
Es weihnachtet wieder sehr - von Otterfing bis Bayrischzell, von Irschenberg bis Bad Wiessee. Ein Überblick mit allen Christkindlmärkten im Landkreis Miesbach samt …
Weihnachtsmärkte im Landkreis: Alle Termine, alle Infos
Paukenschlag am Tegernsee: Traditionsfirma aus München übernimmt dieses berühmte Luxus-Hotel
Gerüchte gibt es schon lange, nun ist es so weit. Das Hotel Bachmair am See wechselt den Besitzer. Zugeschlagen hat eine Traditionsfirma aus München.
Paukenschlag am Tegernsee: Traditionsfirma aus München übernimmt dieses berühmte Luxus-Hotel
Südumfahrung nur mit Tunnel
Der Gemeinderat Waakirchen hat weitere Entscheidungen in Sachen Verkehr getroffen, aber noch keine definitive Lösung beschlossen. Zentraler Punkt: Er lehnt eine …
Südumfahrung nur mit Tunnel

Kommentare