Für ihr Kunstwerk hat Evita Lescinskaite (M.) aus Rottach den Schnee eingefärbt. Über das Engagement der Schüler freuen sich die Initiatorinnen Valerija Vuk Strobel (l.) und Hildegard Loy.
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Für ihr Kunstwerk hat Evita Lescinskaite (M.) aus Rottach-Egern den Schnee eingefärbt. Über das Engagement der Schüler freuen sich die Initiatorinnen Valerija Vuk Strobel (l.) und Hildegard Loy.

Wettbewerb ausgeschrieben

Am Tegernsee ist Kreativität gefragt: Kinder können mit Schneekunst gewinnen

  • Alexandra Korimorth
    vonAlexandra Korimorth
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Ein Schneekleid für Barbie, ins Weiß gestapfte Bilder: Beim Winter- und Schneekunst-Wettbewerb für Kinder und Jugendliche am Tegernsee zeigt sich die Kreativität in der Krise.

  • Zwei Künstlerinnen haben am Tegernsee einen besonderen Wettbewerb ins Leben gerufen
  • Kinder und Jugendliche sind aufgefordert, Kunstwerke aus Schnee zu erschaffen
  • Es sind bereits viele originelle Werke entstanden

Tegernseer Tal – Der Ursprung des Winter- und Schneekunst-Wettbewerbs der Kunstakademie Tegernsee liegt im Kunstunterricht der Realschule Tegernseer Tal. Dort waren die Lehrer unter dem Motto „Winterchallenge“ aufgerufen, für ihr jeweiliges Fach ein Konzept zu erstellen, das die Schüler im Distanzunterricht motiviert und aktiviert.

Kunstlehrerin Hilde Loy, Bildhauerin und Malerin aus Bad Tölz, wollte zudem, dass ihre Schüler sich draußen bewegen und kreativ werden, anstatt vor dem Computer, dem Fernseher, der Spielekonsole oder am Handy zu versauern. Weil aktuell viel Schnee und damit Material fürs plastische Gestalten vorhanden ist, regte sie an, Schneeskulpturen zu schaffen. Für den Wettbewerb werden Fotografien der Werke eingereicht.

Alle Kinder und Jugendlichen aus dem Tegernseer Tal können beim Wettbewerb mitmachen

Ihre Kollegin Valerija Vuk Strobel, Leiterin der Tegernseer Kunstakademie, fand die Idee so gut, dass sie den Faden weiterspann. Inspiriert von internationaler Landart-Schneekunst, wie etwa von Simon Beck, der weltweit riesige Bilder in den Schnee stapft, rief Strobel einen Kunstwettbewerb aus, an dem sich nicht nur ihre Schüler, sondern alle Kinder und Jugendlichen in und um das Tegernseer Tal beteiligen können. Schnee, den man mit verdünnten Lebensmittelfarben färben kann, sei nicht nur eine umweltschonende Modelliermasse, sondern könne auch als Leinwand dienen, erklärt die Künstlerin. In Verbindung mit anderen Gegenständen oder Spielsachen könnten auch Installationen daraus werden. „Erlaubt ist, was gefällt und was mit Schnee und Eis zu tun hat“, sagt Strobel.

Ideen reichen von Außerirdischen bis hin zu bunten Regenbogen-Bildern

Sie ist sehr angetan von den Arbeiten, die bereits unter info@kunstakademie-tegernsee.com eingegangen sind. Darunter sogar welche, die mit Schneekleidern für Barbie-Puppen in den Bereich „Fashion-Design“ gingen. Zudem Außerirdische als Schneemänner, grüne Schneepflanzen, Puppen verschlingende Schneemonster, bunte Regenbogen-Bilder und riesige, in den Schnee gestapfte Schneeflocken. Mehr noch freut sie die hohe Zahl derer, die sich zu winterlicher Land-Art motivieren lassen. „Die Kinder sind begeistert. Es war wie ein Ruck, der durch die Schüler ging. So als ob sie nur darauf gewartet hätten, dass man sie mit etwas inspiriert und anstupst“, berichtet auch Loy.

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Es ist nicht nur der Bildungsauftrag, der die Initiatorinnen antreibt. „Wir wollen, dass die Kinder ein Stückchen Normalität zurückbekommen und trotz Corona Spaß haben, damit uns diese Generation nicht verloren geht“, sagen Strobel und Loy unisono.

Der Schneekunst-Wettbewerb läuft noch bis 31. Januar

Um der Gerechtigkeit willen ist der Wettbewerb in drei Gruppen unterteilt: Kinder von vier bis sieben Jahre und acht bis zwölf Jahre sowie Jugendliche von 13 bis 17 Jahre. Wer in den zwei Wochen nach dem Post seines Schnee-Kunstwerks auf Instagram und Facebook die meisten Likes bekommt, dem winken Preise aus der Kunstakademie und eines Künstlerbedarfs. Mitstimmen durch Klick darf jeder auf Facebook, „Kinder & Jugend Kunstakademie Tegernsee“, oder auf Instagram „kunstakademietegernseekids“. Der Wettbewerb läuft noch bis 31. Januar, 20 Uhr.

ak

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