Baustelle TTT: Geschäftsführer Christian Kausch im Tegernseer Haus des Gastes. Wegen der Umstrukturierungen ist der Platzbedarf in der Zentrale gestiegen.
+
Baustelle TTT: Geschäftsführer Christian Kausch im Tegernseer Haus des Gastes. Wegen der Umstrukturierungen ist der Platzbedarf in der Zentrale gestiegen.

Umstrukturierung läuft

Am Tegernsee: Tourismus-Gesellschaft TTT auf Sparkurs

  • Alexandra Korimorth
    vonAlexandra Korimorth
    schließen

Die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) bündelt mehr Aufgaben in der Zentrale. Mehrere Stellen wurden gestrichen. Dafür muss in der Zentrale mehr Platz geschaffen werden.

Tegernsee – Im Haus des Gastes in Tegernsee und bei der dort ansässigen Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) wird kräftig umgebaut – erst strukturell, jetzt auch buchstäblich. Nach Einsparungen und Umstrukturierungen sind dort nun bauliche Maßnahmen für neue Büros im Gange.

Schon im Oktober beim Rechnungsprüfungsbericht für 2019 war in den Gemeinderäten von Einsparungen im Personalbereich die Rede. „2020 haben wir ursprünglich bereits weitere Einsparungen auf dem Plan gehabt“, sagt TTT-Geschäftsführer Christian Kausch. Durch die Corona-Krise sei die TTT allerdings gezwungen, weitere Einsparungen, Umschichtungen und strukturelle Maßnahmen sofort zu ergreifen, um auch langfristig als Unternehmen bestehen zu können. „Das gesteckte Ziel war und ist, gestärkt aus der Krise herauszukommen und gleichzeitig die Zukunft für die Region zu sichern“, erklärt Kausch und verweist vor allem auf die geplante Digitaloffensive. Bedeutet im Klartext: Die TTT hat den Rotstift angesetzt und dabei auch eine Reihe von Stellen gestrichen.

Einschnitte bei Marketing und Veranstaltungen

Viele Einschnitte wurden im Bereich Marketing und Veranstaltungen vorgenommen. Vor allem habe die TTT im Bereich der Tourist-Informationen umstrukturiert. Die Abteilung Gäste- und Anbieterwesen wurde komplett aufgelöst, von seiner bisherigen Leiterin, Petra Berger, hat sich die TTT getrennt. Die fünf Tourist-Informationen am Tegernsee wurden formal in einen Bereich zusammengefasst. Die Teams der Tourist-Infos in Kreuth und Rottach-Egern wurden zusammengelegt und einer gemeinsamen Leitung unterstellt. Diese hat Angelika Drexler übernommen, die im November dem Kreuther Gemeinderat vorgestellt wurde. Sie wird künftig jeden Mittwoch in Kreuth vor Ort sein, unterstützt von den beiden Mitarbeiterinnen Regina Walsch und Manuela Mayr, die ihrerseits sowohl in Kreuth als auch in Rottach-Egern im Einsatz sind. „Die Öffnungszeiten wurden bedarfsgerecht angepasst“, sagt Kausch. „Im Bereich Zentrale Services wurde der Gäste- und Gastgeberservice durch den Wechsel von Christa Erlacher von Rottach-Egern und Andrea Huber von Kreuth nach Tegernsee verstärkt, sodass zukünftig diverse Gastgeberservices, die bisher in den Tourist-Informationen beheimatet waren und fünfmal individuell vorgehalten werden mussten, nun zu großen Teilen zentral dargestellt werden können“, erklärt der TTT-Chef. „Durch die Nutzung dieser Synergien konnten insgesamt fünf Mitarbeiter eingespart werden.“

Um den Verwaltungskostenanteil weiter zu senken, berichtet Kausch, seien IT und Pauschalen ausgegliedert, erheblich im Lager und Versand eingespart und auch einige Aufgaben an die Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) zurückgegeben worden.

Die TTT habe außerdem die Zeit im Jahr 2020 verstärkt genutzt, um interne Prozesse zu digitalisieren und zu automatisieren. „Insgesamt konnten hier drei Mitarbeiter eingespart werden“, berichtet Kausch. Um die Projekte der Digitalisierungsoffensive bewältigen zu können, wurden indes zwei Stellen ausgeschrieben und zwischenzeitlich auch neu besetzt.

Nach Umstrukturierung steigt Platzbedarf im Haus des Gastes

Durch die Umstrukturierungen ist allerdings der Platzbedarf in der Zentrale im Tegernseer Haus des Gastes gestiegen. Das machte einen Umbau notwendig, der in den kommenden Wochen abgeschlossen wird. „Aber“, sagt Kausch, „der Prozess, die Zentralisierung der Aufgaben betreffend, ist noch lange nicht beendet und wird stetig weiterverfolgt.“ Es werde sicher etwas dauern, bis sich alles eingespielt habe. Dabei solle vor allem auch der persönliche Kontakt zu Gastgebern und Gästen erhalten bleiben. Kausch: „Wir fühlen uns für die Zukunft gut aufgestellt und sind zuversichtlich, auf alle Anforderungen gut eingehen zu können. Es gibt viel zu tun!“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare