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Das Hotel Bastenhaus wird Flüchtlingsunterkunft.

Stadt Tegernsee will touristische Nutzung sichern

Bastenhaus: Kein Reibach durch die Hintertür

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Tegernsee - Im Hotel Bastenhaus wohnen bald Asylbewerber. Dagegen hat die Stadt nichts. Aber: Sie will verhindern, dass am Ende dort exklusive Eigentumswohnungen am See entstehen.

Im Tegernseer Hotel Bastenhaus, direkt am See gelegen, sollen im Juni rund 60 Asylbewerber einziehen. Wie berichtet, will der Pächter das Hotel nicht mehr bewirtschaften. Gegen die vorübergehende Nutzung als Flüchtlingsheim hat die Stadt nichts einzuwenden. Sie fürchtet aber eines: Dass baurechtlich nach einigen Jahren der Wohnnutzung durch Asylbewerber die Tür für einen Umbau des Hotels zu einer exklusiven Eigentumswohnanlage geöffnet ist. Um das zu verhindern, will der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstag – Beginn 18.30 Uhr im Rathaus – ein Bebauungsplanverfahren für das Hotel Basten in die Wege leiten, gekoppelt mit einer Veränderungssperre.

 „Unser Ziel ist es, die touristische Nutzung zu sichern“, macht Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) deutlich. Dies solle auch als Signal für alle Besitzer ähnlicher Immobilien dienen. Es gebe keine Möglichkeit, Hotels durch die Hintertür zu Wohnanlagen zu machen. Wie berichtet, fürchten manche Anwohner des Bastenhauses eine Belästigung durch die Asylbewerber oder sogar eine Wertminderung ihres Besitzes. Hagn hat mit den Anwohnern bereits Gespräche geführt. Es sind auch seine Nachbarn: Hagn wohnt selbst ganz in der Nähe. Persönlich sieht er keine Beeinträchtigungen.

 Er begrüße, dass die Geflüchteten in dem früheren Hotel eine deutlich bessere Unterkunft haben als in der engen Turnhalle, erklärt der Bürgermeister. Um Konflikten mit den Anwohnern vorzubeugen, werde man vor dem Einzug über diverse Maßnahmen wie einen Sichtschutz oder auch den Abbau eines Stegs reden. Respekt zollt Hagn den Bewohnern der städtischen Wohnungen neben der Turnhalle. Sie mussten manche Belastung ertragen, hätten sich aber nie beschwert

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