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Am Gymnasium Tegernsee wurde während der Sommerferien fleißig gebaut. Unter anderem für den neuen behindertengerechten Aufzug in den Barocksaal. 

Schulstart am Tegernseer Gymnasium

Loch in der Aula: Arbeiten für Aufzug noch nicht abgeschlossen

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Zum Start des neuen Schuljahres am Dienstag klafft in der Aula des Tegernseer Gymnasiums vermutlich noch eine große Lücke. Der neue Aufzug in den Barocksaal ist nicht rechtzeitig fertig geworden.

Tegernsee – Die Bauarbeiten für den neuen behindertengerechten Aufzug, der künftig auch Menschen mit Handicap den Zugang zum Saal ermöglichen soll, konnten während der Ferien nicht zur Gänze abgeschlossen werden. „Die Türe ist noch nicht da“, teilt Direktor Werner Oberholzner mit. Allerdings sei das Gros der Umbauarbeiten geschafft. Oberholzner: „Ich hoffe, dass bis Dienstag der große Dreck draußen ist.“

Bekanntlich hatte der Landkreis auf Initiative des Behindertenbeauftragten Anton Grafwallner beschlossen, den Barocksaal behindertengerecht zu erschließen. Beim Schulleiter und dem Elternbeirat löste der angekündigte Einbau des Aufzugs allerdings wenig Begeisterung aus. Nicht nur wegen der unschönen Optik, sondern vor allem auch deshalb, weil für den neuen Lift ein Klassenzimmer geopfert werden musste.

Aber nicht nur hier mussten die Bauarbeiter während der Sommerferien Hand anlegen. Laut Oberholzner waren am Gymnasium aufgrund einer neuen Verordnung auch diverse Brandschutzmaßnahmen fällig. „Es gab einige Durchbrüche zwischen Räumen, weil wir zum Teil eine zweite Fluchttüre brauchten.“ Diese Maßnahmen, so berichtet der Direktor, seien inzwischen erledigt. „Die Schüler kommen nicht auf eine Baustelle.“

Insgesamt rund 650 Kinder und Jugendlichen starten kommende Woche am Tegernseer Gymnasium ins neue Schuljahr, darunter 87 Fünftklässler. Es ist der letzte offizielle G8-Jahrgang, allerdings werden diese Schüler bereits in der sechsten Klasse ins neunjährige Gymnasium überführt. Die Rückkehr zum G9 stellt die Tegernseer Schule – anders als beim Staatlichen Gymnasium in Holzkirchen – vor keine Probleme. Die räumliche Kapazität sei vorhanden, so Oberholzner.

Ansonsten gebe es am Tegernseer Gymnasium zum Schuljahr 2017/2018 „keine wesentlichen Neuerungen“, teilt der Direktor mit. Auch aufgrund der gesunkenen Schülerzahlen, die sich mittlerweile wieder etwas erholt und auf dem jetzigen Niveau eingependelt haben, seien keine großen neuen Angebote mehr gestartet worden.

Bewährt hat sich in Tegernsee das Prinzip der offenen Ganztagsschule. Zwischen 50 und 60 Schüler nehmen dieses Angebot wahr – mittlerweile sind sogar Achtklässler mit dabei. Für Oberholzner ein klares Zeichen für die gute Qualität der Ganztagsschule.

gab

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