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Trotz fehlender Genehmigung für das geplante Sanatorium tut sich an der Perronstraße in Tegernsee-Süd schon einiges. Der Bau der Mauer wurde laut Landratsamt gesondert genehmigt.

Genehmigung fürs geplante Sanatorium steht noch aus

Perronstraße: Bauarbeiten lassen Nachbarn stutzig werden

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Obwohl die Baugenehmigung für das geplante Sanatorium noch nicht vorliegt, wird an der Perronstraße in Tegernsee schon fleißig gebaggert. Wie kann das sein?, fragen sich die Nachbarn. Das Landratsamt klärt auf.

Tegernsee – Investor Klaus Dieter Burkhart hat noch keine endgültige Genehmigung für den Bau eines Sanatoriums und einer Klinik an der Perronstraße in Tegernsee-Süd in der Tasche. Zuletzt hatte der Stadtrat die zusätzliche Schaffung von Parkplätzen gefordert. Jetzt wundern sich Nachbarn, dass auf dem fast 13.000 Quadratmeter großen Areal in Tegernsee-Süd schon gebaggert wird. Und auch eine Stützmauer ist bereits entstanden. Wie ist das möglich?

Mit den vorbereitenden Arbeiten, sprich dem Abbruch des alten Gebäudes, dürfe der Investor auch ohne endgültige Genehmigung beginnen, stellt Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) auf Nachfrage klar. Auch der Bau der Stützmauer gehe in Ordnung, die Erlaubnis dazu habe seines Wissens nach das Landratsamt erteilt, fügt der Rathaus-Chef hinzu. Behörden-Sprecher Birger Nemitz kann das bestätigen: Die Mauer sei vom Staatlichen Bauamt gesondert genehmigt worden – „sie gilt als eine Maßnahme zur Hangsicherung, Schäden soll so vorgebeut werden“, erklärt Nemitz.

Dass sich auf dem Areal in Tegernsee-Süd bereits etwas bewegt, obwohl die Genehmigung für den Neubau noch nicht erteilt ist, sieht Hagn durchaus positiv. „Im Prinzip ist das ein Zeichen, dass der Investor von seinem Projekt absolut überzeugt ist“, findet Hagn. Schließlich sei es ja sein eigenes Risiko, wenn er mit den Arbeiten beginne, obwohl er noch gar nicht wisse, ob er überhaupt wie gewünscht bauen darf.

Auch bei der Bürgerversammlung rechtfertigte Hagn das Sanatoriums-Projekt und erklärte, warum er dahinter stehe, auch wenn er die Einwände der Stadträte durchaus nachvollziehen könne. „Alle Punkte, die bei der gescheiterten Planung des a-ja-Hotels kritisiert wurden, sind jetzt berücksichtigt“, betonte der Rathaus-Chef. 5635 Quadratmeter würden bebaut, maximal zulässig sei noch mehr. Die Bebauung mache es möglich, dass viel Parklandschaft erhalten bleibe.

Die gewinkelte Gestaltung der Häuser mit der ursprünglich vom Landratsamt kritisierten „untypischen Dachlandschaft“ habe Vorteile, so Hagn, weil die Gebäude damit um 2,60 Meter niedriger werden könnten. „Andernfalls hätten wir da Kasernenbauten.“ Der Investor werde nun versuchen, unterirdisch mehr Parkplätze zu bauen. Insgesamt urteilte der Bürgermeister: „Dieses Projekt ist eine gute Lösung für Tegernsee.“

gab/gr

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