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Auf diesem Grundstück am See baut der Scheich sein „Herrschaftshaus“. Die Baugrube ist schon abgesteckt.

Diesmal ging‘s um die Zufahrt

Scheich-Villa in Tegernsee: Pläne erneut geändert

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Erneut hat Scheich Mohammed Sahoo Al Suwaidi die Pläne für sein „Herrschaftshaus“ in Tegernsee-Süd geändert. Diesmal ging‘s um die Zufahrt.

TegernseeAn der Schwaighofstraße in Tegernsee-Süd, auf einem schmalen Grundstück am See, direkt gegenüber von Lidl, möchte Scheich Mohammed Sahoo Al Suwaidi ein stattliches Einfamilienhaus bauen. Er lässt das Haus für seine Großfamilie bauen. Offenbar handelt es sich um den Generaldirektor des Nuklearprogramms der Vereinigten Arabischen Emirate und damit um einen der einflussreichsten Männer der dortigen Energieversorgung.

Im April vergangenen Jahres hatte sich der Tegernseer Bauausschuss erstmals damit öffentlich befasst, bei einer weiteren Sitzung im Juni wurden die Pläne bereits überarbeitet. Die Höhe des Hauses wurde von neun auf sieben Meter reduziert. Was bleibt, ist ein „Herrschaftshaus“ mit vielen kleinen, durch Sprossen unterteilte Fenster.

Bei seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Tegernseer Bauausschuss erneut mit einem Tekturantrag. Diesmal ging es um die Änderung der Zufahrtssituation und die neue Anordnung der Garagen. Wie Bauamtsmitarbeiter Stephan Herbst erklärte, hatte das Grundstück im bereits genehmigten Bauantrag noch separate Ein- und Ausfahrten. Jetzt möchte der Scheich nur noch eine Ausfahrt. Diese solle zudem mit einem Tor versehen werden. Weil dadurch aber kein fünf Meter tiefer Stauraum zur B 307 bleiben würde, müsste eine Ausnahme von der örtlichen Satzung gemacht werden. CSU-Sprecher Florian Widmann hielt das nicht für machbar: „Ohne Stauraum geht nix“, machte er deutlich. Andrea Köstler (FWG) befürchtete gar einen Stau auf der Bundesstraße, wenn Fahrzeuge vor dem Tor stehen. Rudolf Gritsch (CSU) sah zudem einen Konflikt mit der nahe gelegenen Bushaltestelle. Denn der Bus halte laut Bauamtsleiterin Bettina Koch nicht in einer Busbucht, sondern auf der Straße.

Am Ende wurde der Tekturantrag unter der Bedingung befürwortet, dass der geforderte Stauraum im Zufahrtsbereich eingehalten wird.

gr

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