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Diese Stützmauern am Leeberg in Tegernsee müssen wieder weg, der natürliche Hang muss wieder hergestellt werden.

Baumaßnahme am Leeberg

Stützmauern müssen wieder weg

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Stützmauern zur Hangsicherung. So einfach geht das nicht. In Tegernsee müssen sie in einem aktuellen Fall wieder weg. 

Tegernsee – Wieder einmal hatte es der Tegernseer Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss mit einem schwierigen Fall am Leeberg zu tun. Ein Bauherr hatte ein Gartenhaus errichtet und anschließend den steilen Hang nach seinen Vorstellungen gestaltet. Bei einer Kontrolle durch das Landratsamt Miesbach stellte sich dann heraus, dass der Bauherr drei Stützmauern unterhalb des Gartenhäuschens errichtet hatte, um den Hang zu sichern. Bei der jüngsten Sitzung informierte Bauamtsleiterin Bettina Koch, dass er die Geländeveränderung nicht hätte vornehmen dürfen. Laut Gestaltungssatzung der Stadt Tegernsee darf die natürliche Geländeoberfläche nämlich nicht verändert werden, beziehungsweise ist wieder herzustellen. Das Bauvorhaben muss sich ohne unnatürlich wirkende Aufschüttungen oder Abgrabungen in die Umgebung einfügen.

Im aktuellen Fall an der Leebergstraße ist dies aber nicht so. Die Stützmauern sind deutlich sichtbar. Koch betonte, dass der Bau der Hütte ohne Verfahren habe errichtet werden dürfen, die Hangverbauung sei genehmigungspflichtig.

Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) glaubte ohnehin, dass die Terrassierung nur dafür da sei, den Freizeitwert zu erhöhen. Rudolf Gritsch (CSU) sah keine Notwendigkeit, dass die Terrasse rings um die Hütte so groß sein müsse. „Er muss die Stützmauern zurückbauen“, folgerte daher Peter Hollerauer (FWG). Florian Widmann (CSU) befürchtete obendrein, dass weitere solche Fälle auf die Stadt zukommen. 

Für die Mitglieder des Bauausschusses gab es also nur eine Lösung: Die nachträglich Genehmigung für die Stützmauern wurde nicht erteilt, der Bauherr muss das Hanggelände wieder herstellen.

gr

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