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Die Orthopädische Klinik soll um eine Therapiehalle (Standort vorne r.) erweitert werden.

Wieder ein Alternativ-Grundstück für Orthopädische Klinik besichtigt

Baut die Orthopädische Klinik in der Oberpfalz statt am Tegernsee?

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Die Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd will die Orthopädische Klinik erweitern und hält eigentlich an einem Stufenplan fest. Doch warum besichtigt sie ein Grundstück in der Oberpfalz?

Tegernsee – In einem Drei-Stufen-Plan soll die Orthopädische Klinik auf der Point für die Zukunft fit gemacht werden. Der erste Schritt, der Umbau des denkmalgeschützten Hauses Wedelstaedt ist bereits erfolgt. Als nächstes soll 20 Meter vom Ufer entfernt auf der bestehenden Tiefgarage eine Therapiehalle in Leichtbauweise entstehen. Stufe drei wäre der Bau eines Bettenhauses auf der Fläche des jetzigen Sportheims. Doch die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bayern Süd tut sich schwer, diesen Stufenplan umzusetzen. Daher prüft sie als Plan B alternative Grundstücke.

Nach der ehemaligen May-Klinik in Kreuth wurde nun auch ein Grundstück in Neualbenreuth in der Oberpfalz (Landkreis Tirschenreuth) besichtigt. Dies bestätigt Jan Paeplow, Pressesprecher der DRV, auf Nachfrage. Bei einer Sitzung seien Bereichsleiter der DRV informiert worden. Auch die etwa 130 Mitglieder der Klinik seien inzwischen informiert.

Rüstet sich die DRV bereits für ein mögliches Scheitern der Pläne in Tegernsee? „Die Umsetzung des Stufenplans in Tegernsee hat für uns Priorität“, stellt Paeplow klar. Schließlich sei die DRV überzeugt, damit eine Lösung gefunden zu haben, die allen Beteiligten entgegenkommt. Die Planungen zum Stufenplan seien bei der DRV grundsätzlich abgeschlossen, so der Pressesprecher. „Wir warten auf einen rechtskräftigen Bebauungsplan.“

Doch woran liegt’s, dass sich dieser Vorgang so lange hinzieht? Die Mitarbeiter sind in großer Sorge, demonstrierten im November lautstark. „Die Einwendungen gegen den Bebauungsplanentwurf werden derzeit durch die Stadt sorgfältig geprüft, um den Satzungsbeschluss für den Stadtrat rechtskonform vorzubereiten, so Paeplow. Solange der Bebauungsplan nicht rechtskräftig sei, habe die DRV auch keine Rechtssicherheit für eine zeitnahe Bebauung. Somit könne die Umsetzung des Stufenplans auch nicht in Angriff genommen werden. Sollte es zu einer Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan kommen, würde dies das DRV-Vorhaben um mehrere Jahre verzögern. „Für diesen Fall“, so Paeplow, „werden Alternativen geprüft.“ 

Protest gegen die Klinik-Pläne gibt‘s von der Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT), Stielerhaus-Besitzer Andreas Greither und weiteren Nachbarn.  

gr

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