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Beachvolleyball in idyllischer Umgebung: Auf der Point entsteht ein dritter Platz. Die Spieler des Volleyballclubs Tegernseer Tal freuen sich.

Anlauf für den dritten Platz

Beachvolleyball auf der Point - jetzt mit noch einem Platz mehr

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Der Volleyballclub Tegernseer Tal (VCTT) ist mächtig stolz auf seine beiden Beachvolleyballplätze auf der Point. Jetzt darf er sich auf ein drittes Spielfeld freuen.

Tegernsee Nach einer Ortsbesichtigung hatte der Stadtrat im Mai offiziell grünes Licht gegeben. Zur jüngsten Sitzung des Bau-, Verkehrs- und Umweltausschusses reichte die Stadt jetzt selbst den Antrag dafür ein. Sie ist Bauherrin, da sich die Point in ihrem Besitz befindet.

Für die Mitglieder des Gremiums gab es nicht mehr viel zu diskutieren, denn die Fakten sind ihnen längst bekannt: Unterhalb der beiden bestehenden Beachvolleyballfelder soll etwas unterhalb neben dem Ludwig-Ganghofer-Weg der dritte Platz entstehen. Laut Bauamtsleiterin Bettina Koch wird er 14 mal 22 Meter groß. Weil das Gelände zum See hin abfällt, soll zwischen dem bestehenden und dem neuen Platz eine Kalksteinmauer errichtet werden. Ein Zaun soll das Gelände eingrenzen. Das Gelände soll als „Boule-Fläche“ ausgewiesen werden.

„Ich bin froh, dass es jetzt soweit ist, denn die Debatte um den Platz zieht sich schon über Jahre hin“, sagte Martina Niggl-Fisser (FWG). Sie war die Einzige, die sich noch zu Wort meldete. Es war alles gesagt. Einstimmig schickte der Bauausschuss den Antrag auf den weiteren Weg ins Genehmigungsverfahren, das nun im Landratsamt Miesbach in die nächste Runde geht.

VCTT-Vorsitzender Thomas Barnstorf freut sich, dass der Antrag nun behandelt wurde. Sein Verein hat lange um den Platz gekämpft und auch viel Vorarbeit geleistet. Über 17 000 Euro hatte Barnstorf gesammelt, damit konnten Planungskosten und auch die Kosten für die Ortsbegehung bezahlt werden. Schließlich war es der Club, der die fertige Planung bei der Stadt vorlegte. Jetzt braucht der Verein neues Geld, denn die Baukosten werden zwischen 40 000 Euro und 45 000 Euro betragen. 10 000 Euro wird die Stadt übernehmen, das Geld ist im Haushalt bereits eingeplant. „Den Rest muss der Club aufbringen“, sagt Bürgermeister Johannes Hagn (CSU). „Da wird nicht nur Sand aufgeschüttet“, weiß Barnstorf. Man müsse 70 Zentimeter in die Tiefe gehen und den Platz anschließend mit Kies- und Fließschichten aufüllen. Obendrauf kommt dann eine 45 Zentimeter dicke Sandschicht. Der neue Platz solle so ordentlich werden wie die beiden bestehenden Plätze. „Sie sind 20 Jahre alt, sehen aber dank unseres Pflegeaufwands wie neu aus“, betont der Vorsitzende. 2000 Euro habe man allein heuer für die Pflege ausgegeben.

Barnstorf hofft, dass der Platz 2019 bespielbar sein wird. Da feiert der Club sein 20-jähriges Bestehen. Stars der Szene wie die „Goldmädels“ von Olympia in Rio 2016 – Laura Ludwig und Kira Walkenhorst – oder Jonas Reckermann (Olympia-Sieger von 2012 in London) will der Club dafür nach Tegernsee holen.

Wer Spenden möchte

kann sich auf der Homage des Vereins informieren unter www.volleyball-tegernsee.de.

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