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Mitten in den Vorbereitungen steckt Franz Wagner vom Berggasthaus Riederstein am Galaun. Auch er darf am Montag seine Außengastronomie wieder öffnen. 

Betreiber kämpfen mit Corona-Auflagen

Am Tegernsee öffnen wieder viele Berghütten - So bereiten sich die Wirte vor

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Ab Montag dürfen dank der Corona-Lockerungen auch die Berghütten ihren Betrieb wieder aufnehmen. Eine Umfrage unter Wirten am Tegernsee zeigt: Der Weg aus dem Lockdown ist am Berg besonders steinig.

  • Viele Berghütten, unter ihnen Galaun und Neureuth, machen am Montag (18. Mai) wieder auf dank Coronavirus-Lockerungen.
  • Doch die Herausforderungen am Berg sind noch größer als bei den Biergärten.
  • So bereiten sich die Hüttenwirte vor.
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Tegernsee – Thomas Gigl brütet über der vierseitigen Verordnung, die ihn Freitagvormittag ganz kurzfristig erreicht hat. Vier Seiten mit Auflagen für die Wiedereröffnung seines Berggasthofs Neureuth in Tegernsee. 

„Vieles ist nur schwer zu erfüllen“, sagt der Wirt und schüttelt nachdenklich mit dem Kopf. Dennoch: Am Montag wird Gigl nach wochenlanger Schließung erstmals wieder Gäste bewirten. Erlaubt ist das – so wie im Tal auch – vorerst nur auf der Terrasse. Um die Abstandsregeln einhalten zu können, haben Gigl und sein Team bereits „umgebaut“: Wo normalerweise um die 400 Gäste sitzen, kommen während Corona höchstens 150 unter. „Das wird spannend“, sagt der Hüttenwirt. Er rechnet damit, viele durstige Wanderer abweisen zu müssen.

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Die, die Platz finden, müssen sich auf ein ungewöhnliches Prozedere einstellen: ankommen, Maske auf, Datenformular ausfüllen, zum Tisch geleiten lassen. Während die Gastronomen im Tal vieles schon bei der Reservierung abchecken können, müssen die Hüttenwirte die Formalien vor Ort mit ihren Gästen regeln. Eingekehrt wird hier ja meist nach Lust und Laune.

Riederstein-Wirt: „An Vatertag werden sie scharenweise kommen“

Trotz aller Auflagen: Auch für Franz Wagner vom Berggasthaus Riederstein am Galaun stand es außer Frage, dass er pünktlich zum Montag seine Außengastronomie öffnen werde. „Das Geld wird langsam knapp“, sagt er. Die Tische auf der Terrasse sind bereits auseinander gerückt, die Desinfektionsspender stehen bereit, den Weg zur Toilette will Wagner mit Klebestreifen am Boden markieren. Der Wirt ist sich sicher, dass die Gäste schnell wieder ihre Lieblingshütten aufsuchen werden. „Vor allem an Vatertag werden sie scharenweise kommen“, glaubt Wagner. An diesem Tag werde er wohl einen Mitarbeiter als „Security“ abstellen müssen.

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Ganz stark auf die Vernunft der Leute hofft Karolina Höß von der Lukas Alm im Suttengebiet. Die Hüttenwirtin will am kommenden Mittwoch wieder loslegen – für sie sind aber noch einige Detailfragen offen. Vor allem was die Datenerfassung ihrer Gäste anbelangt. „Ich weiß noch nicht, wie ich das mache“, sagt sie. Zumal die Daten der Besucher ja nicht nachprüfbar seien – es sei denn, man würde sich den Ausweis zeigen lassen.

Betreiber des Hirschberghauses rechnet mit regem Besuch

Gespannt, was auf ihn zukommt, ist auch Peter Maier vom 1511 Meter hoch gelegenen Hirschberghaus in Kreuth, das ebenfalls am Montag wieder aufmacht. Wie reagieren die Gäste? Rentiert sich das Geschäft mit der stark reduzierten Anzahl der Plätze überhaupt? „Wir müssen schauen, wie sich das entwickelt“, sagt Maier. „So eine Situation hat es ja noch nie gegeben.“

Der Wirt will den Betrieb vorläufig alleine mit seiner Lebensgefährtin stemmen. Auch Maier rechnet für sein Hirschberghaus mit regem Besuch. Mit der Aufhebung der Ausgangsbeschränkung am 6. Mai seien die Leute wieder vermehrt in die Berge gegangen: „Das hat man sofort gemerkt.“

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