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Die Fahrten mit den Pendelschiffen sind heiß begehrt (hier ein Bild aus 2016). Heuer setzt die TTT insgesamt drei Schiffe ein, trotzdem bilden sich teils lange Warteschlangen.

Verkauf der Schiffs-Tickets konnte ungehindert stattfinden

Adventszauber: Das befürchtete Chaos ist ausgeblieben

Das befürchtete Chaos beim Adventszauber am Tegernsee ist am Wochenende ausgeblieben. Der Besucheransturm war offenbar nicht größer als beim Auftakt. Der Verkauf der Schiffs-Tickets konnte ungehindert stattfinden.

Tegernsee - Entspannt steht Christian Kausch am Sonntag in seiner Küche und bereitet das Mittagessen zu. Die Besucherexplosion auf den Christkindlmärkten im Tegernseer Tal, die der Geschäftsführer der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) für das zweite Adventswochenende befürchtet hatte, ist ausgeblieben.

Seit 2012 vermarktet die TTT diese Märkte unter dem Namen Adventszauber – und die Besucherzahlen wachsen stetig. Bereits am Auftakt-Wochenende strömten die Menschen busweise zum Seeadvent in Bad Wiessee, dem Rottacher Advent und dem Weihnachtlichen Schlossmarkt in Tegernsee. Es werden ersten Schätzungen zufolge um die 10.000 Besucher gewesen sein, die sich zwischen den Ständen durchschoben, um Krippenfiguren, Holzschnitereien und Filtzarbeiten zu bestaunen und Bratwurstsemmeln, Glühwein und Maroni zu genießen.

Der Ansturm führte zu Engpässen. Teils lange Schlangen bildeten sich vor den Pendelschiffen auf dem Tegernsee, die die Gäste von Markt zu Markt bringen. Bis zu 40 Minuten mussten sie warten, bis sie ihre Tour fortsetzen konnten. Damit die Wartezeiten nicht noch steigen und die Stimmung sinkt, hatte sich die TTT vorbehalten, am zweiten Adventswochenende den Fahrkartenverkauf notfalls zeitweise zu stoppen.

Das war jedoch vergangenen Samstag nicht nötig, sagt Christian Kausch. Er war an dem Tag auf allen drei Märkten unterwegs, um sich vor Ort ein Bild zu machen. „Der Besucheransturm war augenscheinlich nicht größer als am ersten Adventswochenende“, sagt er. „Es war sozusagen optimal voll.“ Dazu habe wohl auch die Berichterstattung nach dem Auftakt-Wochenende beigetragen.

Um den erwarteten Besuchermassen Herr zu werden, hatte die TTT bereits im Vorfeld Maßnahmen ergriffen. So waren heuer erstmals drei statt bisher zwei Schiffe der Seenschifffahrt im Einsatz. Für die Teilnehmer organisierter Busreisen, die sich angemeldet hatten, startete ein eigenes Pendelschiff bereits früher am Tag. Außerdem wurde darauf geachtet, Ausflugsgruppen besser im Tal zu verteilen. Die Pendelbusse wurden von zwei auf vier aufgestockt und verkehren im Viertelstundentakt.

Für den Adventszauber 2018 will die TTT ihr Konzept noch weiter entwickeln. „Vielleicht bekommen wir noch mehr Schiffe und können auch noch mehr Busse organisieren“, sagt Christian Kausch. Bis dahin blickt er „tiefenentspannt“ auf das kommende Adventszauber-Wochenende. Wunderbares Winterwetter und eine gute Stimmung unter den Besuchern, wie es am Samstag der Fall war, wünscht er sich weiterhin. Der Sonnenuntergang habe die Berge regelrecht brennen lassen, erzählt er. Die Menschen seien stehen geblieben, hätten Fotos gemacht – und einfach die Adventszeit genossen.

Teresa Pancritius

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