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Blumensträuße binden am laufenden Band ist am heutigen Valentinstag für Desirée Schuster angesagt. Ihr Kontingent an Rosen hat die 38-Jährige extra aufgestockt.

Und warum er nicht nur Kommerz ist

Blumenhändlerin Desirée Schuster über den Valentinstag

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Haben Sie heute schon Blumen geschenkt bekommen oder selbst welche verschenkt? Desirée Schuster (38), Inhaberin des Geschäfts BergBlume in Tegernsee, erklärt im Interview, was dieser Tag für sie bedeutet.

Frau Schuster, Sie haben extra Ihre Öffnungszeiten geändert für den Valentinstag, stimmt’s?

Schuster: Stimmt. Montags habe ich normalerweise Ruhetag. Aber ich war am Sonntag und am Montag schon ganz früh in der Großmarkthalle und habe frische Blumen geholt.

-Haben Sie mehr Rosen

geordert als sonst?

Schuster: Auf jeden Fall. Und zwar nicht nur die roten, denn man muss da schon mehr Auswahl haben als sonst.

-Aber die Rose ist die Blume des Tages, oder?

Schuster: Auf jeden Fall, aber man sollte sich schon Gedanken machen über die Person, die man an diesem Tag beschenkt. Schließlich ist das ja der Tag der Liebenden. Wissen Sie eigentlich, warum man das macht?

-Erzählen Sie doch mal Ihre Version!

Schuster: Der Valentin (er war Priester in Rom zu Zeiten des Kaisers Claudius II. und wurde später enthauptet, Anm. d. Red.) hat damals heimlich all die Paare getraut, die nicht heiraten durften. Es geht also bei der Geschichte um die Liebenden. Deshalb sollte man den Strauß sehr passend für die jeweilige Dame oder den jeweiligen Herrn gestalten.

-Haben Sie Kunden, die nur am Valentinstag kommen?

Schuster: Ich seh’ sie am Valentinstag geballt alle, und sonst unterm Jahr verteilt. Das ist total schön.

-Kommen Sie ins Gespräch mit Ihren Kunden über den Valentinstag?

Schuster: Da wird auf jeden Fall auch Beratung gebraucht. Ich bin auch immer ganz froh, wenn man mir was über die Person erzählt, dann kann man auch die richtigen Blumen aussuchen. Der Beschenkte soll nämlich merken, dass man sich Gedanken gemacht hat. Dann trifft das voll ins Herz.

-Ist das mit dem Valentinstag wirklich noch eine Liebesgeschichte oder nur noch Kommerz?

Schuster: Ich denke, das ist definitiv nicht nur Kommerz. Auch hier im Tegernseer Tal werden gewisse Rituale noch gelebt. Sie werden aus Überzeugung und aus tiefstem Herzen gepflegt, den Eindruck habe ich zumindest. Und da gehört in meinen Augen auch der Valentinstag dazu.

gr

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