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Blieben auf der Strecke: Viele Radler wurden von den strengen Regeln überrascht und mussten lange auf eine Mitfahrt warten.

Viele Radler mussten warten

BOB-Fahrgast lobt Krisenmanagement am Wochenende, aber ...

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Tegernsee - Mit Spannung erwarteten Tal-Bewohner und Ausflügler das Wochenende nach der BOB-Chaosfahrt. Greifen die versprochenen Maßnahmen? Eine erste Bilanz.

Wer sich nach den chaotischen Zuständen in der Bayerischen Oberlandbahn dieses Wochenende fürs Auto entschieden hatte, war nicht unbedingt besser dran. Der Ausflügler-Stau in Richtung München reichte am Sonntag noch gegen 20 Uhr vom Kreisel Seeglas bis zur Autobahnauffahrt Holzkirchen. Ein Dauerstau von über 15 Kilometern - der wohl von mehr als einer BOB überholt wurde.

Und das relativ pünktlich. "Bei der Hinfahrt hatten wir zwar 7 Minuten Verspätung", berichtet ein Ausflügler aus Baierbrunn, der mit seiner Familie am Sonntagmorgen in Solln zugestiegen ist. "Aber das Personal hat sich gegenüber der Fahrradfahrer durchgesetzt." Der mit größte Kritikpunkt von vergangenem Samstag war, dass viel zu viele Radler mitgenommen wurden, die teils Fluchtwege und Ausgänge versperrten. 

Die Mitnahme-Regeln für Fahrräder wurden nun genau beachtet. Was allerdings auch zur Folge hatte, dass nicht wenige Radler am Bahnsteig sitzen blieben. "In Solln waren es etwa zehn Stück." 

Und auch auf der Rückfahrt erlebte der Ausflügler ein ähnliches Bild: "Bereits gegen 15:35 waren die 12 Radplätze in Tegernsee vergeben und der Lokführer hat penibel darauf geachtet, dass kein weiterer mehr rein kommt. Zum Schluss habe ich dann 11 Radl gezählt, die nicht mitgekommen sind." 

Auch in Gmund bleiben einige Radler zurück, mussten auf den nächsten Zug warten. "Ich hoffe mal nicht, dass die dann den ganzen Abend da stehen durften." 

Ab 19.52 Uhr jedenfalls hatten sie gute Chancen noch einen Platz zu bekommen. Ab da fuhr die BOB bis 22.52 Uhr mit zwei Triebwagen. Ferner gab es zusätzlich zwei Busse ab Tegernsee, Gmund und auch einen ab Schliersee. Laut BOB-Sprecherin Anna Graser habe man trotz schönstem Ausflugswetter den Betrieb aufrechterhalten können. Unsere Zeitung haben auch keine Beschwerden mehr erreicht. Auch wenn es bei den Radlern wohl vereinzelt zu Wartezeiten gekommen ist.

Unser Ausflügler aus Baierbrunn ist jedenfalls zufrieden. "Großes Lob an die Bayrische Oberlandbahn", schreibt er, denn abgesehen von besagten Radlern war es "für alle anderen Reisenden ganz angenehm, mal einigermaßen pünktlich anzukommen. Das hat die BOB vortrefflich gelöst." 

kmm

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