Der alte Boden im Sudhaus muss raus. „Das haben wir bei der Sanierung 2015 nicht mehr geschafft“, sagt Bräustüberl-Wirt Peter Hubert.
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Der alte Boden im Sudhaus muss raus. „Das haben wir bei der Sanierung 2015 nicht mehr geschafft“, sagt Bräustüberl-Wirt Peter Hubert.

Böden im Sudhaus und Heizungsrohre werden erneuert

Bräustüberl-Sanierung im Lockdown: Wirt Peter Hubert macht sich für Ansturm im Sommer bereit

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Am Unsinnigen Donnerstag – der heute auf dem Kalender steht – würde der Boden im Tegernseer Bräustüberl beben, wenn es denn keine Pandemie gäbe. Im Lockdown fliegt er ganz raus.

Tegernsee - Die Arbeiten finden allerdings nicht in der großen Wirtsstube statt, die 2015 schon saniert wurde, sondern im Sudhaus. Dort liegen noch die alten Holzdielen aus dem Jahr 1985. Sanierungsbedürftig ist vor allem auch das, was darunter liegt: die Heizungsrohre. „Das ist schon eine große Sache“, sagt Bräustüberlwirt Peter Hubert über die Sanierung. Gut drei Wochen werden die Arbeiten noch in Anspruch nehmen. So ist die Corona-Zwangspause dann doch noch für etwas gut: Neben der Renovierung von Böden und Heizung wird das WLAN verbessert und die Homepage so überarbeitet, dass sie für mobile Geräte passt. „Wir installieren ein neues Reservierungssystem“, erklärt Hubert.

Schwierige Situation für Mitarbeiter

Dass sich schon bald wieder Gäste einbuchen können, erwartet der Wirt allerdings nicht. „Der Lockdown wird wohl noch länger dauern.“ Vielleicht könne die Gastronomie an Ostern wieder öffnen, schätzt er. Eine Situation, die nicht nur die Unternehmer hart treffe, sondern auch deren Mitarbeiter. „Das wird von der Politik zu wenig bedacht“, findet Hubert. Für entgangene Trinkgelder, wichtiger Bestandteil des Lohns, gebe es keine Entschädigung. „Das ist für die Leute eine Katastrophe.“ Zum Bräustüberl-Team gehören rund 60 Bedienungen, derzeit allesamt in Kurzarbeit. Gekündigt habe bisher glücklicherweise niemand, berichtet Hubert. „Wir halten guten Kontakt.“ Nur die Eigentlich-Rentnerinnen, die bekannten Bräustüberl-Urgesteine Schanni, Erika und Margot, haben den Dienst in der Pandemie quittiert. „Mit 75 bedient man halt nicht mehr im Hochsommer mit Mundschutz.“

Schon Buchungen für den Sommer

Für den Sommer hat Hubert übrigens schon Buchungen. Er ist sicher, dass der Laden wieder brummt, wenn der Lockdown ein Ende findet. Die vielen Zuschriften von Gästen machen Mut. Der Tegernsee als Urlaubsort werde attraktiver sein als je zuvor, prognostiziert Hubert: „Die Leute wollen Urlaub im eigenen Land machen.“  

Im Fasching geht‘s im Bräustüberl für gewöhnlich heiß her.

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