Wieder Probleme bei Stammstrecke Richtung Osten: Züge fallen aus

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Geschäftsleute der Rosenstraße.

Nach Vorwürfen der Geschäftsleute an die Stadt

Jetzt kommt‘s zur Aussprache im Rathaus

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Greift die Stadt den Tegernseer Geschäftsleuten nicht genug unter die Arme? Die Vorwürfe haben ein Nachspiel. Bürgermeister Hagn hat den scheidenden Vorstand ins Rathaus geladen.

Tegernsee –  Wie geht’s weiter mit den Tegernseer Geschäftsleuten? Gibt’s einen neuen Vorstand oder löst sich der Verein auf? Die Vorwürfe, die Stadt würde der Vereinigung zu wenig unter die Arme greifen, hatte ein Nachspiel in der jüngsten Stadtratssitzung.Der Verein um die bisherige Vorsitzende Barbara Balk steht vor dem Aus – wegen interner Probleme und mangelndem Engagement der Mitglieder.

„Ich werde nicht hinnehmen, dass man die Stadt ungerechtfertigterweise angeht“, stellte Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) klar. Es sei nicht die Angelegenheit der Stadt, Aufgaben der Geschäftsleute zu übernehmen. „Wir haben etwa 54 Vereine in der Stadt“, so Hagn, „ich kann doch nicht für jeden so einen Aufwand betreiben.“ Zuvor hatte Peter Friedrich Sieben (FWG), der als Sparkassensprecher die Vereinigung gegründet und die Führung an Balk vor zwei Jahren abgegeben hatte, angeregt, dass die Stadt durchaus Themen anpacken sollte, die den Geschäftsleuten helfen, etwa eine Beschilderung in der Stadt. Hagn sagte, dass dies sehrwohl passiere.

Bernhard Mayer (CSU) verteidigte die Stadt: Er hätte „einen ganz schön dicken Hals gekriegt“, als er von den Vorwürfen gehört habe, sagte Mayer und rief das Laden-Gutachten durch das CIMA-Institut in Erinnerung, das ohne konkrete Auswirkungen blieb. Mayer: „Es ist schon erstaunlich, was man in vier Jahren nicht in die Reihe kriegen kann.“ Rudolf Gritsch (CSU) hielt es für angebracht, dass alle jetzt aufeinander zugehen, „Zudem haben wir hier einige Geschäftsleute am Ratstisch“. Und die würden Belange der Ladeninhaber immer wieder zum Thema machen. Thomas Mandl (SPD) regte die Wiederbelebung eines Arbeitskreises an. Konkret beschlossen wurde aber nichts.

Trotz allem: „Ich werde die Tür nicht zuschlagen“, sagte Hagn und signalisierte Gesprächsbereitsschaft. Bedingung sei, dass Probleme erst intern diskutiert werden müssten, ehe sie öffentlich kommuniziert werden.

Barbara Balk hofft darauf, dass sich die Wogen wieder glätten. Und sie hofft, dass ein neuer Vorstand künftig mehr Unterstützung erfährt, als dies bisher bei ihr der Fall gewesen sei. „Eine One-Man-Show ist das nämlich nicht.“ Kommenden Montag wird es ein Gespräch im Rathaus geben.

gr

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