Im Seniorenzentrum Schwaighof in Tegernsee werden die ersten Corona-Impfungen verabreicht.
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Die Bewohner und Pflegekräfte des Schwaighofs erhielten als eine der Ersten im Landkreis Miesbach eine Corona-Impfung.

Ursprung des Clusters unklar

Corona-Ausbruch im Tegernseer Schwaighof: Acht Bewohner und zehn Mitarbeiter infiziert

  • Gabi Werner
    VonGabi Werner
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Acht Bewohner und zehn Mitarbeiter des Seniorenzentrums Schwaighof in Tegernsee haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Wie es zum Ausbruch kommen konnte, ist unklar.

Tegernsee – Das Coronavirus ist wieder auf dem Vormarsch, die Zahlen im Landkreis Miesbach steigen. Ein Cluster hat es zuletzt auch in einer Pflegeeinrichtung im Tegernseer Tal gegeben – mittlerweile ist klar: Es handelt sich um das landkreiseigene Seniorenzentrum Der Schwaighof in Tegernsee-Süd. Acht Bewohner und zehn Mitarbeiter haben sich dort mit dem Virus infiziert. Auf Nachfrage der Tegernseer Zeitung stellt Sophie Stadler, Sprecherin des Landratsamtes, klar: „Die Hygieneregeln wurden im Schwaighof hervorragend umgesetzt – es gab keine Mängel, die den Ausbruch bedingt hätten.“

Schwaighof-Leiter spricht von „milden Infektionsverläufen“

Die gute Nachricht vorne weg: Sowohl auf Seiten der betroffenen Angestellten als auch auf Seiten der Bewohner gibt es laut Stadler zwar „deutliche Symptome“ einer Covid-19-Erkrankung, von schweren Verläufen blieb man bislang aber verschont. Immerhin ist davon auszugehen, dass ein Großteil der Infizierten geimpft ist. Auch Alexander Herrmann, künftiger Geschäftsführer des Schwaighofs, bestätigt auf Nachfrage, „dass die Infektionsverläufe bisher als mild einzustufen sind“.

Spekulationen über Ursache machen die Runde

Wie es zu dem Ausbruchsgesehen kommen konnte, dazu gibt es lediglich Gerüchte. So hieß es, dass eine Pflegekraft das Virus in die Betreuungseinrichtung eingeschleppt haben soll. „Reine Spekulation“, wie Pressesprecherin Stadler deutlich macht. Letztlich sei es unmöglich, mit Sicherheit zu sagen, wo das Cluster seinen Ursprung nahm. Auch Herrmann erklärt, dazu zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft geben zu können. Der Schwerpunkt des Handelns liege nun darauf, das Infektionsgeschehen qualitativ und nachhaltig zu meistern. „Das Wohl der uns anvertrauten Bewohner hat oberste Priorität“, betont Herrmann.

Infizierte Bewohner werden auf separierter Station im Schwaighof betreut

Die infizierten Bewohner sind weiterhin im Schwaighof untergebracht und werden in einer so genannten Pandemiezone – einem von der übrigen Station separierten Bereich – wie gewohnt betreut. „Einziger Unterschied ist, dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Bewohnern mit einer vollumfänglichen Schutzbekleidung gegenüber treten“, berichtet Herrmann. Landratsamts-Sprecherin Stadler ergänzt, dass die Versorgung in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt erfolge. Ein Kollege sei bereits vor Ort gewesen und habe den Schwaighof beraten – „es gab aber nur minimale Verbesserungsvorschläge“.

Seniorenzentrum bislang „sehr gut durch die Pandemie gekommen“

Insgesamt betonten sowohl Stadler als auch Herrmann, dass der Schwaighof bislang sehr gut durch die Pandemie gekommen sei. In den eineinhalb Jahren der Krise habe es lediglich einen Infektionsfall in dem Seniorenzentrum gegeben – der Betroffene habe sich aber außerhalb der Einrichtung angesteckt. Behörden-Sprecherin Stadler zeigt sich überzeugt: Trotz der nun herausfordernden Situation werde der Schwaighof die Lage in den Griff bekommen.

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