Skilehrer der Skischule Tegernsee
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Die Skilehrer der Skischule Tegernsee konnten im zurückliegenden Winter nicht einen einzigen Kurs geben.

„Schwer getroffen“

CSU-Abgeordneter Radwan aus Rottach-Egern fordert Härtefallhilfen für Skischulen

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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Corona hat die Ski- und Snowboardschulen lahmgelegt. Im vergangenen Winter waren keine Kurse möglich. Nun fordert Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan Härtefallhilfen für die Betriebe.

Tegernsee/Rottach-Egern - Kein Liftbetrieb, keine Skikurse: Durch die Corona-Pandemie wurde den Ski- und Snowboardschulen im zurückliegenden Winter die Arbeitsgrundlage komplett entzogen. Um den finanziellen Schaden für die Betriebe abzufedern, plädiert der Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan (CSU) aus Rottach-Egern nun dafür, die „schwer getroffenen Skischulen“ in den Härtefallfonds von Bund und Ländern aufzunehmen. „Skischulen gehören derzeit zu den Unternehmen, die über den Winter de facto nicht arbeiten und Geld verdienen konnten und häufig durch die Raster der verschiedenen Wirtschaftshilfen fielen“, begründet der Wahlkreisabgeordnete für den Kreis Miesbach seinen Vorstoß.

Härtefall-Regelung wäre laut Radwan ein wichtiges Signal für die Branche

Die so genannten Härtefallhilfen sollen vor allem die Unternehmen unterstützen, bei denen die bisherigen Programme nicht greifen konnten. Das Bundeswirtschaftsministerium habe ihm bereits bestätigt, dass auch Ski- und Snowboardschulen grundsätzlich Zugang zu diesen Hilfen erhalten könnten, erklärt Radwan in einer Pressemitteilung. Die Entscheidung und Bewilligung obliege allerdings alleine dem Freistaat Bayern. Radwan appelliert daher an die Staatsregierung und insbesondere an Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW), den Weg für die Antragsstellung der Skischulen zu ebnen und das grundsätzliche Vorliegen des Härtefalls festzustellen: Dies wäre ein wichtiges Signal für die gesamte Branche, meint Radwan.

Skischul-Inhaber Albert Meier: Unterstützung wäre wirklich wichtig

Albert Meier, Mitinhaber der Skischule Tegernsee aus Kreuth, bestätigt die Notwendigkeit einer solchen Unterstützung. „Der Corona-Winter war für uns existenzbedrohend und er kann im Sommer auch nicht abgefedert werden“, lässt sich Meier in der Pressemitteilung zitieren. Angesichts des kompletten Verdienstausfalls sei die Fixkostenerstattung nur ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen. „Die Härtefallhilfe wäre in der Situation jetzt wirklich wichtig“, sagt der Skischul-Betreiber.

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