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Dieser Park rund um die Villa (l.) würde der Bebauung zum Opfer fallen. 

Villa Rosa zubauen? Stadtrat entsetzt

„Da bleibt einem die Spucke weg“ - Erbengemeinschaft will riesigen Park am Tegernsee zubauen

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Mit sieben Gebäuden will eine Erbengemeinschaft ihr Grundstück rund um die „Villa Rosa“ zubauen. Die Stadt reagiert entsetzt.

Tegernsee – Die ehemalige „Villa Rosa“ in Tegernsee-Süd steht an der Schwaighofstraße in einem riesigen Park. Sie steht unter Denkmalschutz und gehört einer Erbengemeinschaft. Was diese nun mit dem 7564 Quadratmeter großen Grundstück rund um die Villa vorhat, bezeichnete Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) bei der jüngsten Bauausschuss-Sitzung zunächst noch ganz harmlos als „typisches Tegernseer Schmankerl“, um dann aber deutlich zu werden: „Da bleibt einem doch die Spucke weg, wenn man einerseits gegen die Bebauung in der Nachbarschaft opponiert, sich dann aber das Grundstück so zuknallt, dass einem schwindlig wird.“

Es ging um die Voranfrage für die Errichtung von zwei Wohn- und Geschäftshäusern mit Tiefgarage, um den Bau von zwei Einfamilienhäusern mit jeweils einer Doppelgarage sowie einer zusätzlichen Doppelgarage auf dem Park-Grundstück an der Schwaighofstraße 71. „Also um sieben Gebäude“, sagte Hagn und fügte an: „Ich bin fassungslos.“ 

Laut Bauamtsleiterin Bettina Koch hätten die Wohn- und Geschäftshäuser eine Größe von jeweils 24 mal elf Metern. Die Einfamilienhäuser würden es auf zwölf mal neun und 14 mal zehn Meter bringen. Die Doppelgaragen wären mit je sieben mal sechs Metern vorgesehen. Vom Blick auf die Villa bliebe also wenig übrig.

Das Grundstück liegt direkt neben dem Areal, auf dem Klaus Dieter Burkhart sein Sanatorium- und Klinikprojekt verwirklichen möchte. Koch informierte über die baurechtliche Situation. Demnach liege das Grundstück im Außenbereich. Im Flächennutzungsplan sei es als private Grünfläche ausgewiesen. Dass im Zuge des Klinikprojekts im Eck zwischen Schwaighofsstraße und Nachbargrundstück ein stattlicher Pavillon geplant ist, könnte der Eigentümergemeinschaft zu ungeahnten Chancen verhelfen. „Wenn der steht, dann stellt sich die Frage, ob das Grundstück quasi eine Baulücke darstellt“, erklärt Hagn auf Nachfrage. Der Pavillon könnte also zum „Bezugsfall“ werden. 

Die Stadt hat bereits einen Anwalt zur Seite. Der soll nun auch klären, ob die Aufstellung eines Bebauungsplans, mit dem die Stadt grundsätzlich Bebauung steuern kann, in diesem Fall überhaupt zulässig ist. Die beiden Einfamilienhäuser, so Hagn, seien wohl nicht zu verhindern, denn im oberen Bereich bestehe Baurecht. „Was aber die Mehrfamilienhäuser im unteren Bereich betrifft“, sagt Hagn, „da müssen wir schauen, wie wir mit der Eigentümergemeinschaft zusammenkommen.“

Zum jetzigen Zeitpunkt, entschieden die Mitglieder am Ende, könne die Voranfrage nur abgelehnt werden. Jetzt muss sich zeigen, wie das Landratsamt die Lage beurteilt. Für die Einfamilienhäuser könnten eigene Anträge gestellt werden.

gr

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