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Fällt im Moment ziemlich oft aus: BOB.

Züge fahren mal wieder nicht

Darum fällt die BOB aktuell so häufig aus

Tegernsee - Ein Zug der Bayerischen Oberlandbahn fährt nicht. Der Orkan, möchte man denken. Stimmt aber nicht. Dafür häufen sich die Ausfälle in jüngster Zeit doch deutlich. Die Gründe.

Update, Freitag, 17.17 Uhr:

Soeben meldet sich Anna Graser, Leiterin der BOB-Abteilung Kommunikation und Marketing, bei uns. Offenbar gab es interne Kommunikationsprobleme, was eine nicht unwichtige Zahl angeht: Graser hat nochmal bei der Betriebsleitung die Zahlen für Januar nachrecherchiert und will die „83-Prozent infrastrukturbedingte Ausfälle“ so nicht stehen lassen: „Bei etwa 50 Prozent handelt es sich tatsächlich um witterungsbedingte Schäden an den Triebwagen“, korrigiert Graser die Aussage ihres Pressesprecher. „Die anderen 50 Prozent haben externe Ursachen.“ Dabei handele es sich vordringlich um defekte Infrastruktur. „Aber das können auch behördliche Sperrungen wie Notarzteinsätze auf der Strecke sein.“

Ursprünglicher Artikel, Freitag, 14.16 Uhr:

Es geht um die BOB zwischen Schaftlach und Tegernsee, die eigentlich um 13.48 Uhr starten sollte. Tut sie aber nicht. Ein Bus pendelt laut dem BOB-Pressesprecher Christoph Raabe, die Verbindung soll immerhin bis zum Beginn des Berufsverkehrs wieder hergestellt werden. Der Ausfall ist allerdings in jüngster Zeit bei weitem kein Einzelfall. Nun könnte man am Freitag davon ausgehen, dass vielleicht der Sturm schuld sein könnte. Ist er aber nicht. Der Grund ist ganz profan Ein Triebwagen funktioniert nicht richtig.

Soviel zu dem Einzelfall am Freitag, der allerdings auch ein guter Anlass ist, um mal bei der BOB nachzufragen, warum denn zur Zeit so wenig glatt geht. Es ist ja nicht der erste Winter des Unternehmens.

„Der Winteranfang ist für uns immer spannend“, sagt ein Sprecher, „und wir waren auch gut vorbereitet.“ Die Wagen - außer vielleicht der, der aktuell in Schaftlach steht - funktionierten. Auch bei Schnee und auch bei Minusgraden. Warum dann diese Häufung an Ausfällen? Wenn man sich die Meldungen der vergangenen zwei Wochen anschaut, kommt da nämlich einiges zusammen. Von der Reihe an dicken Verspätungen gar nicht zu sprechen. Oder kommt einem das vielleicht nur so schlimm vor, weil‘s eben mal wieder schneit?

„Nein, das ist tatsächlich eine objektive Häufung“, sagt der BOB-Pressesprecher. Schuld sei allerdings selten die BOB. „Bei 83 Prozent der Ausfälle handelt es sich um Infrastrukturprobleme.“ Heißt: Die DB Netz, die für fast alle Gleise der BOB verantwortlich ist, mache ihren Job nicht zufriedenstellend. Zumindest nach Ansicht der BOB. „Wir wollen da nach außen nicht mit dem Finger auf jemanden zeigen.“ Dem Fahrgast bringe das schließlich gar nichts. „Dafür steht unser Vorstand mit der DB Netz in engem Dialog.“

Raabe bringt auch ein Beispiel für die Probleme mit den Gleis-Kümmerern: Ein Schneepflug der DB Netz habe am Montagabend einen so genannten Achszähler ruiniert. Der zählt die Achsen, die über eine Schranke fahren. Geht der nicht, geht auch die Schranke nicht. Die Strecke muss gesperrt werden. Und sowas häufe sich eben in letzter Zeit. Ärgerlich. Für die BOB, aber vor allem eben - für die Fahrgäste.

kmm

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