Gute Laune beim erstem Spatenstich für die Therapiehalle.
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Gute Laune beim erstem Spatenstich für die Therapiehalle.

Orthopädische Klinik Tegernsee

Spatenstich für Therapiehalle: Der erste Schritt für die Klinik der Zukunft

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Vor diesem ersten Spatenstich gab’s Verwerfungen zuhauf. Umso größer die Erleichterung, dass es endlich losgeht mit dem Bau einer Therapiehalle für die Orthopädische Klinik.

Tegernsee – Für diesen Moment auf der Wiese mit weitem Blick über den Tegernsee hat sich Gerald Weiß, Abteilungsleiter Kliniken der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bayern Süd, unverdrossen in den Stau gestellt. „Es ist der schönste Fleck am Tegernsee“, sagt er beim symbolischen Spatenstich für die Therapiehalle.

Die Baustelle auf der Tiefgarage läuft schon, bis Mitte 2022 soll die sieben Millionen Euro teure Halle an der Point stehen. Der Baubeginn markiert das Ende einer Debatte, die Weiß schon seit 2009 beschäftigt. Dass es am Tegernsee schön ist, war der DRV-Führungsriege immer bewusst. Aber es ging um Wirtschaftlichkeit und um die Frage, ob es nicht sinniger wäre, die Liegenschaft in Bestlage zu versilbern und andernorts neu zu bauen. Und es gab Entwürfe am Standort, die empörte Proteste auslösten und am Ende begraben wurden. „Aber das ist ein altes Kapitel, jetzt geht es nach vorne“, erklärt Weiß.

Die neue Therapiehalle.

Langes Ringen um den Standort

Neben ihm steht Personalvertreterin Petra Göbl, die eigentlich keinen Spaten ins Erdreich rammen mag. „Ich hab’ dafür schon so viel gegraben“, witzelt sie. Ihre Freude über den Anlass des Treffens könnte allerdings nicht größer sein. „Wir sind überglücklich“, meint die Sprecherin der 130 Klinik-Mitarbeiter. Die Belegschaft hatte leidenschaftlich für den Standort am Tegernsee gekämpft, unterstützt auch von Patienten, die Unterschriften sammelten. „Jetzt sind wir froh, dass der erste Schritt getan ist und hoffen, dass es so weitergeht“, erklärt Göbl.

Der Bau der Therapiehalle ist der erste, aber auch ein wichtiger Baustein des Zukunftskonzepts der seit 1958 betriebenen Reha-Einrichtung. „Hier können wir unseren Rehabilitanden eine Therapie bieten, die bestmöglich dazu führt, dass wir sie lange im Erwerbsleben halten können“, meint Weiß.

Zeitplan fürs Gesamtpaket ist noch offen

Der Zeitplan fürs Gesamtpaket steht noch nicht. Gesetzt ist die Größenordnung: Aus jetzt 166 stationären Betten sollen 186 werden. In Planung ist die Sanierung des bestehenden Gebäudes. Im dritten Schritt erfolgt der Neubau eines Bettenhauses auf dem Grundstück des städtischen Sportheims, oder – alternativ dazu – die Erweiterung des Straßenflügels. Beide Varianten werden noch geprüft. Die Realisierung, so Weiß, werde sicher etliche Jahre in Anspruch nehmen. Die Aktualisierung des Zeitplans stehe noch aus: „Man muss dafür auch erst einmal den ersten Schritt machen.“

Auch in der Krise gut belegt

Aktuell bietet die Klinik wegen der Pandemie-Vorgaben nur 129 Betten an. „Wir haben alles getan, um in der jetzigen Situation maximale Sicherheit und Hygiene zu bieten“, berichtet Harald Schuster, Kaufmännischer Direktor der Klinik. Das Vertrauen der Patienten scheint die Klinik damit gewonnen zu haben. Obwohl wegen Corona weniger operiert wird, war die Reha-Klinik in den vergangenen Monaten zu 80 bis 90 Prozent ausgelastet. Mancher Patient, weiß Schuster, nutze die Zeit der Pandemie auch ganz gezielt, um sich eine Reha zu gönnen.

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