Schon bald Geschichte: Das bisherige Feuerwehrhaus an der Hochfeldstraße wird im März abgerissen und dann durch einen Neubau ersetzt. Die Planungen laufen auf Hochtouren.
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Schon bald Geschichte: Das bisherige Feuerwehrhaus an der Hochfeldstraße wird im März abgerissen und dann durch einen Neubau ersetzt. Die Planungen laufen auf Hochtouren.

Bilanz und Ausblick zum Jahreswechsel in Corona-Zeiten

Dicke Brocken für Stadt Tegernsee: Das sind die Pläne für 2021

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Auf die Stadt Tegernsee kommen ziemlich dicke Brocken zu. Das sind die wichtigsten Projekte für 2021.

Tegernsee Die Stadt Tegernsee hat 2021 ein paar große Brocken zu stemmen. Das nötige Investitions- und Finanzpaket hat der Stadtrat schon geschnürt. Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) wirft einen Blick auf die nächsten Monate und erklärt, was auf Tegernsee zukommt.

Feuerwehrhaus

Nach vielen Jahren der Planung wird’s konkret mit dem Neubau des Feuerwehrhauses. Ende März soll das alte Haus an der Hochfeldstraße abgerissen werden – wohl zum Bedauern vieler Tegernseer, denen das Gebäude aus dem Jahr 1927 mit seiner üppigen Malerei und den markanten Toren gerne in Erinnerung bleiben wird. Ersetzt wird das Haus durch einen L-förmigen Neubau, der allen aktuellen Anforderungen an eine Feuerwehr erfüllt, und der zusätzlich einen Trakt mit bezahlbaren Wohnungen bekommt (wir berichteten). Für die Zeit der Bauarbeiten zieht die Löschtruppe in ein Übergangsquartier auf dem bisherigen Parkplatz an der Grundschule. Der Bau soll im Frühjahr beginnen, für 2022 ist die Fertigstellung angepeilt. Rund 15 Millionen Euro (inklusive Sicherheitsreserven) stehen als Kosten inzwischen im Raum.

Wasserversorgung

Auf die Sicherheit der Wasserversorgung richtet die Stadt 2021 einen ganz besonderen Blick. Während in vielen Kommunen überwiegend private Vereine für die Versorgung zuständig sind, ist es in Tegernsee die Stadt. Rund 1,5 Millionen werden investiert, um Hochbehälter zu sanieren und zu bauen, Wasserleitungen zu erneuern und Ringschlüsse zu schaffen. „Neben dem laufenden Geschäft müssen wir 2021 ein wenig mehr Geld in die Hand nehmen, damit wir keinen Investitionsstau haben“, erklärt Hagn. Müssen die Tegernseer damit rechnen, dass der Wasserpreis erhöht wird? „Erst einmal nicht“, versichert der Rathauschef. Das Ziel sei, „ohne wesentliche Erhöhung“ über die Runden zu kommen.

Straßenbau

Die Sanierung der Klosterwachtstraße wurde 2020 begonnen, aber nicht ganz geschafft. „Da haben wir einige Überraschungen erlebt, weil Leitungen nicht da waren, wo sie in den Plänen eingezeichnet waren“, berichtet Hagn. Dieses Vorhaben wird 2021 fortgesetzt und verlangt dem Haushalt einiges ab: Über eine Million Euro wird die Erneuerung von Straße und darunterliegender Leitungen am Ende wohl kosten. Auch die Pöttingerstraße gehört zu den dicken Brocken. Zum Haus Nummer 20, das im Zuge des Kaufs der Tegernsee Bahn von der Stadt erworben wurde und früher nur über die Bahngleise zu erreichen war, wird eine Zufahrt gebaut. Dann muss das Mehrfamilienhaus saniert werden. Hohe Kosten, kündigt Hagn an, werde dann auch die Sicherung des angrenzenden Bahndamms und der Abstellgleise verursachen.

Digitalisierung

Eine neue Website der Stadt, ein elektronisches Archivsystem, die weitere Umstellung auf eine papierlose Verwaltung – dass diese Vorhaben konsequent verfolgt und umgesetzt werden, darauf legt Hagn großen Wert. Einen digitalen Bauhof hat die Stadt schon, was die Organisation sämtlicher Einsätze, gerade im Winter, sehr erleichtert.

Sonstiges

Hagn hofft, dass das Soziale Leben wieder hochgefahren werden kann. Dann könnte auch die offizielle Eröffnung des Kinderspielplatzes im Kurgarten stattfinden. Seit Herbst erfreut er sich bereits großer Beliebtheit. Er soll noch mit Sonnensegeln ausgestattet werden, und auch ein Sandkasten (Hagn: „Den haben wir tatsächlich bei der Planung übersehen“) bekommt noch einen Platz. Für die Schlosskonzerte, die nicht mehr in St. Quirinus, sondern vorübergehend in der Wiesseer Pfarrkirche St. Anton erklingen, sucht die Stadt nach einem passenden Veranstaltungsort. Hagn hofft zudem, dass neben der Tegernseer Woche auch Bergfilmfestival wieder stattfinden kann. Das Fehlen ausreichend großer Veranstaltungsräume bereitet noch Kopfzerbrechen. Hagn: „Weil die Besucher möglichst mit der Bahn kommen sollen, ist das Ausweichen in andere Orte nicht sinnvoll.“

Der Jahreswechsel

ist Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und nach vorne zu schauen. Was war trotz der Corona-Pandemie möglich, was wird nachgeholt, was in Angriff genommen? Wir haben uns in den Rathäusern umgehört.

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