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Fast wie im Hamsterrad: Fest strampeln musste, wer nur mit seiner Muskelkraft Strom für elektrische Geräte erzeugen wollte.

Hunderte Gäste feiern 120. Geburtstag

E-Werk-Party setzt Point unter Strom

Tegernsee - Konzerte, Familienprogramm, und natürlich auch ein offizieller Festakt: Ein ganzes Wochenende lang hat das E-Werk Tegernsee sein 120-jähriges Bestehen gefeiert.

Wenn ein Energieversorger runden Geburtstag feiert, muss es richtig kribbeln bei den Gästen. Und tatsächlich vibrierte die Point in Tegernsee ein ganzes Wochenende lang. Wie elektrisiert Mitwirkende und Publikum wirklich waren, zeigt unser großer Überblick.

Der Festakt

Zum Festakt am Sonntag kam alles, was Rang und Namen hat im Tegernseer Tal: E-Werk-Direktor Norbert Kruschwitz begrüßte Staatsministerin Ilse Aigner, den Bundestagsabgeordneten Alexander Radwan, Tegernsees Bürgermeister und E-Werk-Aufsichtsratsvorsitzenden Johannes Hagn sowie weitere (Alt-)Bürgermeister, Gemeinde- und Stadträte, viele Weggefährten und Partner. Mit Pfarrer Martin Weber und Monsignore Walter Waldschütz war auch die Geistlichkeit erschienen.

Aigner hob in ihrer Festrede die Rolle des E-Werks als „starker und zuverlässiger Partner für Menschen, die hier arbeiten und leben wollen“ hervor. Das Unternehmen sorge für Arbeits- und Ausbildungsplätze und übernehme überdies soziale Verantwortung etwa für die Nachbarschaftshilfe, die Freiwillige Feuerwehr, Kindergärten und Schulen. Als Elektrotechnikern lobte Aigner besonders die Vorbildfunktion des E-Werks für ganz Bayern.

Das Unternehmen habe seine Wasserkraftwerke an Weißach und Söllbach technisch und energetisch im Einklang mit der Natur optimiert und sei zurecht mit dem Bayerischen Umweltpreis ausgezeichnet worden. So werde die Energie bei dieser Form der Stromerzeugung „nicht verbraucht, sondern nur genutzt.“

Aigner gratulierte dem Unternehmen so herzlich, das dem sichtbar stolzen Direktor Kruschwitz nach einem stark verkürzten Rückblick auf die Historie des Unternehmens und dem Dank an seine Partner und Mitarbeiter nur noch ein untypischer, scheinbar bescheidener Satz blieb: „Ich habe noch gar nicht gewusst, dass wir so derart gut sind.“

Der Familientag

Einen Tag zuvor kamen die Kinder auf ihre Kosten. Beim Familientag war eigentlich für jedes Alter etwas geboten, so dass sich die gut 500 großen und kleinen Besucher locker mehrere Stunden lang beschäftigen konnten. In Zusammenarbeit mit der Energiewende Oberland konnten Kinder kleine Photovoltaik-Anlagen basteln oder beim „Energie-Fahrrad“ ausprobieren, wie lange es welche Anstrengung kostet, alltägliche Apparate zu aktivieren. Eine Carrerabahn und ein Radio? Machbar. Um das Fahrradkino in Gang zu bekommen, benötigte es immerhin drei Personen, die in die Pedale traten. Der Wasserkocher indes war mit Muskelkraft nicht zu betreiben. Auch nicht, wenn man sich vorher an den Schmankerl-Ständen der Ortsvereine gestärkt hatte.

Während sich die Jugendlichen vor allem auf den Segway-Parcours stürzten, waren ihre Eltern und Großeltern an den E-Bikes interessiert. Ebenso an den Elektro- und Gas-Fahrzeugen, die örtliche Autohändler präsentierten, und an einem Truck, der ein mobiles Blockheizkraftwerk beherbergte.

Die Konzerte

120 Jahre alt und kein bisschen leise: Das war das Motto für den musikalischen Teil des E-Werk-Jubiläums. Während am Samstagabend die Wellküren rund 650 Zuhörer begeisterten, heizten am Abend zuvor die CubaBoarischen gut 900 Leuten ein. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn im Zelt war es fast unerträglich heiß. Eingeladen wurden die inzwischen schon legendären Musiker bereits vor einem Jahr. „Wir wollten sie unbedingt haben“, erzählte Manfred Pfeiler stolz. Der designierte Nachfolger von Kruschwitz begrüßte am Abend fast jeden einzelnen mit bester Laune. Dann hieß es Bühne frei für karibisch-kubanisch-bayerische Musik.

Seit 15 Jahren verbinden die CubaBoarischen kubanische Salsa-Rhythmen mit traditionellen, bayerischen Klängen. Mit dabei hatten sie dieses Mal die Gruppe „Nueve Imagen“, die erstmals an den Tegernsee gereist war. „Ich bin total verliebt in diese Landschaft“, sagte Sängerin und Percussionist Yeny Toledo und zeigte hinauf auf Neureuth und Leeberg. „Und diese schönen bunten traditionellen Kleider, die die Frauen hier tragen, sie sind so schön. ,Lindo‘ sagen wir.“ Ein Dirndl habe sie sich schon gekauft, gestand sie. „Aber es ist so eng, und ich muss Luft haben, wenn ich Musik mache“.

Bei den CubaBoarischen hatte alles mit einem Urlaub der drei Gründungsväter begonnen. Irgendwo auf Kuba hatten sie „I hob a Dirndl gliebt so schee wias Edelweiß“ mit ein paar kubanischen Musikern gesungen und aus diesem Einfall ein neues Genre geformt. „Wir haben damals im Biergarten von Kaltenbrunn angefangen als uns noch keiner kannte“, erzählte Leo Meixner, Sohn von Mitgründer Hubert Meixner. Aber der Brenner Jupp hätte sie aus Vagen geholt. Freilich habe man es schwer, wenn man daheim auftrete. „Die Leute kennen alles. Aber wir werden uns das Publikum schon noch richtig holen.“

Noch richtiger, hätte es eigentlich heißen müssen. Denn die Gäste hatten von Beginn an gute Laune. Am Ende tobte die Point. Das letzte Klarinetten-Solo von Hans Förg war fast geschichtsträchtig. Beeindruckend, wie er „100 Galopp“ von der neuen CD „Servus Cuba“ spielte. Und als dann noch das Wellsche „Rehragout“ in Karibikklängen ertönte, war es endgültig um das Publikum geschehen: Es sang und tanzte mit, als sei die kubanische Lebenslust hier daheim.

Die schönsten Bilder vom E-Werk-Jubiläum

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Von Alexandra Korimorth und Sonja Still

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