Badeanzug statt Daunenjacke: Am Donnerstag musste sich Sabine Laermann ihren Zugang zum See erst frei schaufeln. Auch dabei verzichtete sie auf Handtuch oder Bademantel.
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Badeanzug statt Daunenjacke: Am Donnerstag musste sich Sabine Laermann ihren Zugang zum See erst frei schaufeln. Auch dabei verzichtete sie auf Handtuch oder Bademantel.

Sabine Laermann liebt das Eisbaden

Für Bad in eiskalten Fluten: Tegernseerin schaufelt sich Weg frei

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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Für Sabine Laermann gibt es keine Ausrede: Sie nimmt täglich ein Bad im Tegernsee - auch im Winter. Am Donnerstag musste sie sich erstmals ihren Weg zum See freischaufeln.

Tegernsee – Dieses Hobby ist nur etwas für Wagemutige – und doch entdecken gerade im Corona-Winter immer mehr den Trend des Eisbadens für sich. Jemand, der mit dem Kälte-Kick bereits bestens vertraut ist, ist die Tegernseerin Sabine Laermann. Seit etwa vier Jahren schwimmt die 63-Jährige täglich – ohne Ausnahme und unabhängig von der Witterung – im Tegernsee. Am Donnerstag musste sie erstmals die Schneeschaufel ansetzen, um sich ihren Weg in die eiskalten Fluten zu bahnen.

Zehn Minuten lang bleibt Laermann im Wasser.

„Heute war’s gar nicht so extrem“, sagt Laermann ganz lapidar und meint damit Außen- und Wassertemperatur des Donnerstags. Zwischen zwei und drei Grad zeigt derzeit das Thermometer im Tegernsee, doch Laermann bekommt beim Abtauchen noch nicht mal eine Gänsehaut. „Ich empfinde es in keiner Sekunde als kalt“, erzählt die ehemalige Lehrerin, die auch beim Schaufeln ganz auf Handtuch und Bademantel verzichtet, um sich schon einmal für ihr Bad zu akklimatisieren. Lediglich eine Mütze hat die Tegernseerin auf dem Kopf, um an dieser Stelle nicht allzu sehr auszukühlen. Anders als viele Gleichgesinnte, die sich derzeit vor allem in München zusammenfinden, um ihrer eiskalten Leidenschaft zu frönen, taucht Laermann aber nicht nur kurz ab oder verharrt an Ort und Stelle im kalten Wasser. „Ich schwimme rund zehn Minuten raus in Richtung Wiesseer Kirche“, berichtet sie.

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Dass ihr Hobby immer mehr Anhänger findet, verfolgt die Tegernseerin mit Interesse. Auch Fotos hat sie schon mit Gleichgesinnten ausgetauscht. An ihrem angestammten Seezugang – nahe der Seesauna – ist sie mit ihrer Leidenschaft bisher aber allein geblieben.

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