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Überglücklich jubelten die Teilnehmer der 24-Stunden-Wanderung beim Zieleinlauf im Tegernseer Kurgarten.

Erfolgreiche Trophy in der Alpenregion Tegernsee Schliersee

Jubel nach 24-Stunden-Wanderung

Landkreis - 225 Teilnehmer haben die 24-Stunden-Trophy und ihre kleine zwölfstündige Variante im Landkreis gut hinter sich gebracht. Die Organisatoren von der Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS), die erstmals als Mitveranstalter aufgetreten ist, ziehen eine positive Bilanz.

Eine Minute nach 9 Uhr am Sonntagmorgen – und die gesamte Truppe trifft gemeinsam im Tegernseer Kurgarten ein. Seit 24 Stunden sind die 150 Frauen und Männer unterwegs. 57 Kilometer sind sie gewandert, 2700 Höhenmeter haben sie hinter sich gebracht. Über die Galaun und den Riederstein, dann Baumgartenschneid und Obere Firstalm rüber zum Spitzingsattel und ins Wasmeier Freilichtmuseum führte die Strecke. Dort stiegen die aus, die „nur“ zwölf Stunden mitwandern wollten. Claudia Mach von der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) zum Beispiel. Völlig erschöpft steht sie am frühen Sonntagmorgen im Zielbereich und bewundert die, die auch noch die nächste Etappe gelaufen sind.

Von Schliersee über die Huberspitz zur Gindelalm – das war die Nachtstrecke. Auf der Neureuth gab es Frühstück. „Es war so geil“, rufen einige der Wanderer denen zu, die mit großem Applaus die Finisher empfangen. „Zusammen haben wir’s geschafft. wir gehen zusammen durchs Ziel“, rufen ein paar andere. Und dann gibt’s im Ziel die große La-Ola-Welle – einigen stehen die Tränen in den Augen.

Voller Elan starteten die Teilnehmer vom Tegernseer Kurpark aus ihre zwölf und 24 Stunden dauernden Wanderungen. Die Aufnahme zeigt sie unterhalb des Paraplui.

Sie glauben es selbst nicht, dass sie diese Herausforderung gemeistert haben. Gerade auf der Nachtstrecke war das Zusammenbleiben wichtig. Holger Wernet, Verantwortlicher fürs Wandern bei der ATS, hatte die Route hier sorgfältig vorbereitet. Es gab keine schwierigen oder gefährlichen Stellen, die im Finstern zu meistern gewesen wären. Der Masterguide gab das Tempo vor. Keiner durfte sich zurückfallen lassen. Zusammenhalt und Beieinanderbleiben waren wichtig. „So wie es sich am Berg halt gehört. Wir machen hier keine Konkurrenz auf“, sagt Veranstalter Toni Grassl.

Es ist genug Herausforderung, so lange so weit zu gehen. Das Erlebnis ist die Gemeinschaft. Froh ist der Veranstalter auch, dass nicht nur alle Durchhaltevermögen zeigten, sondern, dass die 24-Stunden-Trophy auch unfallfrei ablief. „Einer wurde von der Bergwacht versorgt“, berichtet Grassl. Er war ausgerutscht und hatte sich am Ellbogen leicht verletzt. Nachdem er versorgt war, stieß er wieder zur Truppe und ging den Rest der Strecke mit.

Im Kurgarten Tegernsee dann empfingen Musik, Weißwürste und Kuchen die Teilnehmer. Wiessees Bürgermeister Peter Höß überreichte die Urkunden. Sein Tegernseer Amtskollege Johannes Hagn hatte eröffnet. „Es ist auch für den Tourismus eine gemeinsame Chance“, sagt Höß. „Es war eine wirklich geglückte Veranstaltung mit den Schlierseern.“

225 Teilnehmer waren bei allen Wanderungen dabei. Die 150, die am Sonntag in Tegernsee ankamen, zogen sofort ihre Schuhe aus, liefen barfuß durchs Gras, fingen an zu tanzen und freuten sich einfach ihres Lebens.

Sonja Still

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