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Erhard-Gipfel kehrt an den Tegernsee zurück

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Von: Christina Jachert-Maier

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Das Verleger-Ehepaar Christiane Goetz-Weimer und Wolfram Weimer haben den Erhard-Gipfel, vor der Pandemie als Jahresauftakt konzipiert, ins Frühjahr verlegt.
Das Verleger-Ehepaar Christiane Goetz-Weimer und Wolfram Weimer hat den Erhard-Gipfel, vor der Pandemie als Jahresauftakt konzipiert, ins Frühjahr verlegt. © tp

Der Ludwig-Erhard-Gipfel kehrt nach einem Corona geschuldeten Abstecher wieder an den Tegernsee zurück. Allerdings nicht zum Jahresauftakt. Er findet im April statt.

Tegernsee – Letztes Jahr gab’s den Gipfel digital. Wegen Corona hatte das Verlegerehepaar Christiane Goetz-Weimer und Wolfram Weimer mit seiner Weimer Media Group nicht wie sonst im Januar an den Tegernsee eingeladen, sondern organisierte Mitte Mai einen TV- und Streamingkongress mit den Münchner Bavaria-Filmstudios als Standort. „Wir hatten ein Millionenpublikum, wenn auch an den Bildschirmen“, erinnert sich Goetz-Weimer. Doch auch wenn der Erfolg größer war als gedacht: Heuer soll es wieder echte Begegnungen geben, und das an einem Ort, an dem sich gut Kraft schöpfen lässt. „Der Erhard-Gipfel gehört an den Tegernsee“, findet Goetz-Weimer.

Schlüssiges Hygienekonzept für Tagung auf Gut Kaltenbrunn

Stattfinden soll er am 21. und 22. April auf Gut Kaltenbrunn. Corona werde bis dahin nicht vorbei sein, meint Goetz-Weimer. „Aber wir müssen intelligente Wege finden, damit umzugehen.“ Mit schlüssigen Hygienekonzepten sollten Präsenz-Veranstaltungen möglich sein. Den Gipfel wie vor der Pandemie als „Jahresauftakt der Entscheider“ im Januar anzusetzen, hatte das Verleger-Ehepaar wegen der hohen Inzidenz im Winter aber erst gar nicht ins Auge gefasst. Ob es generell beim Termin im Frühjahr bleiben wird, ist noch nicht entschieden. Zwar biete sich ein Gipfel im Januar an, um sich für das neue Jahr aufzuladen, meint Goetz-Weimer. Aber im Zeitalter der Pandemie, in dem man sich offenbar befinde, sei der Winter generell schwierig.

Die Redner-Liste für 2022 steht. Zum ersten Mal übernimmt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Schirmherrschaft, was die Bedeutung als Treffen der Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien unterstreicht. Die Weimer Media Group mit Sitz in Tegernsee hat es in wenigen Jahren geschafft, ein viel beachtetes Format zu etablieren. Der Gipfel findet zum achten Mal statt. Der Termin im April steht auch im Kalender des neuen Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD). Ob er der Einladung wirklich folgen wird, ist allerdings offen.

Auf der Gästeliste: Klingbeil, Lauterbach, Lindner, Merz

Zugesagt hat Friedrich Merz, ein Gast der ersten Stunde. Merz erholt sich gern in seinem Ferienhaus in St. Quirin und zeigt sich auch sonst beständig. Dreimal hat er Anlauf genommen, um Parteivorsitzender der CDU zu werden, im Dezember stimmte die Mehrheit der Mitglieder endlich für ihn. Die offizielle Wahl findet im Januar auf dem CDU-Parteitag in Hannover statt. Beim Erhard-Gipfel wird Merz auf den neuen SPD-Chef Lars Klingbeil treffen, der schon zweimal Gipfel-Gast war.

Zum wiederholten Mal mit dabei sein wird auch Professor Karl Lauterbach, jetzt Gesundheitsminister. Christian Lindner war als FDP-Mann Stammgast und kommt auch diesmal: als Finanzminister.

Zugesagt haben unter anderem auch Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, Dr. Michael Diederich, Vorstandssprecher der Hypo-Vereinsbank, Audi-Vorstandschef Markus Duesmann und die Wirtschaftsweise Professor Monika Schnitzer.

Bayer AG als neuer Partner

Stemmen können die Weimers den Gipfel dank starker Partner wie Telekom, Audi, Sanofi und ntv. Neue Unterstützer sind hinzugekommen, wie die Bayer AG. Die Partner laden Gäste zum Gipfel ein. Damit sind schon etwa 600 Plätze vergeben. Ein freier Ticketverkauf, wie es ihn bis 2020 gegeben hat, wird wegen der knappen Raumkapazität kaum möglich sein. Nachdem es auch Partner aus dem Tegernseer Tal gebe, so Goetz-Weimer, werden aber Zuhörer aus der Region zugegen sein. Vermutlich hatte der freie Ticketverkauf auch zuvor schon keine große Rolle gespielt: Das Kombi-Ticket für beide Tage plus Gipfel-Nacht im Hotel Das Tegernsee kostete 2019 1755 Euro.

Kostbar sind beim Gipfel nicht nur die Impulse auf der Bühne, sondern vor allem die Möglichkeit, Gespräche unter vier Augen zu führen. Damit dafür Raum bleibt, erhielten die Referenten eigene Büros, berichtet Goetz-Weimer: „Der Gipfel lebt von der persönlichen Begegnung und dem Netzwerk am Rande.“ 2021 hatte der inzwischen zurückgetretene österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz den Freiheitspreis der Medien erhalten.

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