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Sie haben viel Arbeit vor sich: Die internationale fünfköpfige Jury kürt aus den 83 Festivalbeiträgen die Sieger. 

Jetzt beginnt der Film-Marathon: Das sind die Spielorte

Bergfilm-Festival hat begonnen: So war die Eröffnung

Tegernsee – Das Bergfilm-Festival in Tegernsee 2016 ist eröffnet. Atemberaubende Bilder gaben am Mittwochabend einen Vorgeschmack auf den Film-Marathon der kommenden Tage.

Viel Prominenz war in den Barocksaal gekommen. Darunter Ilse Aigner als Medienministerin, die von Kind auf von den Bergen begeistert ist. Sie erzählte von der Sehnsucht, die sie jedes Mal spüre, wenn sie vom Flugzeug aus die Alpengipfel sehe. 

„Berge sind eine Analogie zum Leben“, so die stellvertretende Ministerpräsidentin. Sie erinnerte an die touristische Wirkung der Bergfilme und die Bedeutung des Filmstandorts Bayern. Weltweit komme jedes zweite Unternehmen für Filmtechnik aus dem Freistaat. Dem Festival, für das sie – „wenn auch auf niedrigem Niveau“ – die Filmförderung des Freistaats seit 2014 verdoppelt habe, wünschte sie gutes Gelingen. 

Mit 175 Filmen aus 32 Ländern wurden heuer mehr Beiträge eingereicht als je zuvor. 83 Produktionen wurden ausgewählt und zu einem sehr vielseitigen Programm zusammengestellt, das bis Sonntag, 23. Oktober, an mehreren Orten in der Stadt gezeigt wird. Sie alle muss die fünfköpfige Jury sehen, ehe sie am Samstag, 22. Oktober, um 20 Uhr im Barocksaal die Siegerfilme bekannt gibt. „Das ist harte Arbeit, und es ist noch einiges zu tun“, fasste Adi Stocker die Aufgabe des Gremiums zusammen, das Lisa Röösli (Schweiz), Carla Braun-Elwert (Neuseeland), Ingrid Runggaldier (Südtirol) und Peter-Hugo Scholz aus Leipzig komplettieren. 

Karte: Das sind die Spielorte beim Bergfilmfestival 2016

Den Gästen machten „drei felsige Filme, zwei spektakulär, einer lustig“ (Pause) Lust auf mehr. Sie zeigten, auf welch unterschiedliche Weise man sich dem Berg nähern kann. Zunächst die amerikanischen Kletterprofis Tommy Caldwell und Alex Honnold, die als erste die Fitz-Roy-Traverse in Patagonien komplett klettern. Wie, das dokumentieren die Ausnahmeathleten in „A Line Across the Sky“ über weite Strecken mit dem Smartphone. Man sieht perfekte Kletterer, die einerseits mit lausbubenhafter Leichtigkeit extreme Strapazen auf sich nehmen, sich andererseits tiefe Gedanken über ihr Tun machen. 

Bergfilme am laufenden Band – mal laut und spektakulär, mal ganz leise und nachdenklich, sind an mehreren Orten in Tegernsee zu sehen - etwa im Medius.

Insbesondere Caldwell, der immer auch seine Verantwortung gegenüber Frau und Kind reflektiert. Ähnliche Gedanken hat die Südtirolerin Greti Oberhollenzer, die mit ihrem Sohn, dem Bergführer Daniel Rogger, „Die Tour über die Sonnenuhr“ in Sexten macht. Mit einer Mischung aus Atem-anhalten und Faszination betrachtet man, wie bei „Metronomic“ Lufttänzer und fliegende Musiker die senkrechten Wände der Verdon-Schlucht als Bühne nutzen. 

Lust auf mehr? Hier gibt's ein paar Trailer zum reinschnuppern.

„A Line Across the Sky“ wird am heutigen Freitag auch im Schalthaus zu sehen sein (etwa 18 Uhr) sowie am Samstag um 20 Uhr im Medius. Im Barocksaal läuft heute als zweiter Film der 17-Uhr-Vorstellung „Damals im Leitzachtal“. Mit dem schrägen wie atemberaubenden „Metronomic“ beginnt die 20-Uhr-Session im Barocksaal und endet der DAV-Abend in der Sporthalle (ab 20 Uhr). Als Basislager des Festivals dient der „Gipfeltreff“ im Rathaus, wo es Karten Infos gibt. Barocksaal, Ludwig-Thoma-Saal, Medius, Altes Schalthaus, Quirinal und Sporthalle in Tegernsee dienen dem Festival bis Sonntag, 23. Oktober, als Kinosäle.

Heidi Siefert

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