Im Seniorenzentrum Schwaighof verabreichte Dr. Thomas Straßmüller die ersten Impfdosen gegen das Coronavirus.
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Im Seniorenzentrum Schwaighof verabreichte Dr. Thomas Straßmüller am Sonntag die ersten Impf-Dosen gegen das Coronavirus.

77 Bewohner und 19 Mitarbeiter gegen Virus geimpft

Erste Impf-Dosen im Schwaighof verabreicht: „Der Start ist geglückt“

Im Landkreis Miesbach wurden am Sonntag die ersten 100 Dosen Impfstoff gegen das Coronavirus verabreicht. Die Impfung fand im Seniorenzentrum Schwaighof in Tegernsee statt. „Der Start ist geglückt“, hieß es soeben.

  • Im Landkreis wurden die ersten 100 Dosen Impfstoff gegen das Coronavirus verabreicht
  • Die Aktion fand im Seniorenzentrum Schwaighof in Tegernsee statt
  • Dort ließen sich 77 Bewohner und 19 Mitarbeiter gegen das Virus impfen

Tegernsee - Die Impfungen in dem landkreiseigenen Seniorenzentrum wurden durch Dr. Thomas Straßmüller, den ärztlichen Leiter des Impfzentrums im Landkreis Miesbach, vorgenommen. Wie das Landratsamt am Abend mitteilte, wurde er dabei von mehreren Ärzten sowie von Mitarbeitern des BRK-Kreisverbandes unterstützt. Insgesamt meldeten sich 77 Bewohner und 19 Mitarbeiter des Schwaighofs freiwillig zur ersten Impfung an - daneben vier Mitarbeiter des Impfteams vor Ort. Mit der Aktion sind nun 75 Prozent aller Bewohner dieser Pflegeeinrichtung gegen das Virus geimpft.

Positive Bilanz des ärztlichen Leiters: Keine Probleme bei den Impfungen

Die Bilanz Straßmüllers fiel positiv aus: Es habe keine Probleme bei den Impfungen gegeben. Alle frisch Geimpften würden nun – wie bei allen Impfungen üblich – die nächsten Tage beobachtet. In genau 21 Tagen erfolge dann die zweite Impfung. Der Impfstoff dafür wird laut Pressemeldung nicht aufbewahrt, sondern soll bis dahin wieder frisch geliefert werden.

Lesen Sie hier: Impfzentrum für Landkreis in den Startlöchern

„Mit der am 23. Dezember angekündigten, sehr überschaubaren Menge von 100 Impfdosen konnten wir heute zum Start gut arbeiten. Spannend wird, wie viele Dosen in den nächsten Tagen kommen. Wir müssen sehr flexibel sein und die Planung bei Bedarf möglicherweise sehr kurzfristig anpassen“, sagt Dr. Straßmüller. Diese Mühe sei es aber wert, fügt er hinzu: „Wenn wir es so schaffen, die Pflegeeinrichtungen im Landkreis gut durch die Krise zu bekommen, dann fällt uns ein großer Stein vom Herzen.“

Landrat zuversichtlich: Bald soll jeder Landkreisbürger Möglichkeit zur Impfung haben

Auch Landrat Olaf von Löwis äußerste sich zum Impf-Start optimistisch: „Das Team ist enorm engagiert und war auch über die Weihnachtsfeiertage jeden Tag im Dienst.“ Der Landkreis hänge nun in der weiteren Planung von der Verfügbarkeit des Impfstoffes ab, er sei aber zuversichtlich, „dass dank der hervorragenden Planung unserer Impfzentrums-Verantwortlichen jeder Landkreisbürger, der möchte, bald geimpft werden kann“, so der Landrat.

Beate Faus, die den Betrieb des Impfzentrums organisiert, umreißt – soweit das aktuell möglich ist – das weitere Vorgehen: „Für dieses Jahr sind noch zwei Lieferungen für alle Landkreise angekündigt. Beide Male sollen ungefähr 325 Dosen pro Landkreis geliefert werden, wobei sich Landkreise die Chargen teilen und daher einige Landkreise den Impfstoff in anderen Landkreisen abholen und ins eigene Impfzentrum verbringen müssen.“ Der Zeitplan für diese Aufteilung zwischen den Landkreisen wurde noch nicht bekannt gegeben. Die Planung für alle Beteiligten werde durch diese zeitliche Ungewissheit deutlich erschwert, weil der Impfstoff nur wenige Tage haltbar sei, erklärt die Mitarbeiterin.

Mobile Impfteams besuchen nun die weiteren acht Pflegeeinrichtungen im Landkreis

Auch im Landkreis Miesbach sollen gemäß der Impf-Verordnung die Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen als erste die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen. „Sobald also in den kommenden Tagen wieder Impfstoff zur Verfügung steht, besuchen die mobilen Impfteams nacheinander die weiteren acht Pflegeeinrichtungen im Landkreis“, erklärt das Landratsamt. Die nächsten Einrichtungen seien von Dr. Straßmüller bereits festgelegt worden, die Aufklärung der dortigen Bewohner habe begonnen.

Sobald alle der insgesamt rund 850 Bewohner von Pflegeeinrichtungen, die sich impfen lassen wollen, sowie die Mitarbeiter mit dem Impfstoff versorgt sind, soll das Impfzentrum in Hausham öffnen. Dann können Menschen über 80 Jahren Termine im Impfzentrum vereinbaren, heißt es.

mm

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