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Soll irgendwann mit Brennstoffzelle fahren: BOB.

Unternehmen denkt über alternative Antriebe nach

Irre Idee: Fährt die BOB bald mit Wasserstoff?

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Landkreis - Düst die BOB irgendwann ganz lautlos durchs Tal? Die Vision schwebt zumindest BOB-Chef Bernd Rosenbusch vor. Außerdem gibt's bald eine BOB-App

Der Bahnverkehr muss nicht nur verlässlich und gut ausgebaut sein, er muss auch ökologischer werden. „Wir reden heutzutage viel von Elektroautos, da können wird bei den Zügen nicht auf Dauer mit Diesel weiterfahren“, sagt der Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn (BOB), Bernd Rosenbusch. Den Umstieg auf andere Antriebsformen sieht er in den kommenden Jahren als großes strategisches Thema.

Bekanntermaßen drängt die Kommunalpolitik seit geraumer Zeit auf eine Elektrifizierung der Strecken im Oberland. Doch das ist teuer. In groben Schätzungen ist von einem dreistelligen Millionenbetrag die Rede. Die Alternative wären sogenannte Akku-Loks, die unabhängig von Oberleitungen verkehren könnten. Wie berichtet, arbeitet der frühere BOB-Geschäftsführer und jetzige Chef der Tegernsee-Bahn, Heino Seeger, mit Unterstützung des Fischbachauer Bürgermeisters Josef Lechner an einem entsprechenden Konzept.

Doch auch die BOB selbst ist nicht untätig. Laut Rosenbusch befasst sich das Unternehmen mit dem Einsatz von Zügen mit Brennstoffzellenantrieb. Dazu braucht es aber nicht nur die entsprechenden, mit Wasserstofftanks ausgerüsteten Triebfahrzeuge. Erforderlich wäre auch eine zentral gelegene Wasserstofftankstelle, beispielsweise in Holzkirchen. Spruchreif sei noch nichts, man werde sich dem Thema in den nächsten Jahren aber intensiv widmen. In Niedersachsen sollen bereits 2018 die ersten Züge des Herstellers Alstom mit Brennstoffzellenantrieb fahren.

Konkreter ist da schon die Einführung einer eigenen BOB-App, die Reisenden in Kürze als Ticketschalter und Reiseinformationsinstrument dienen wird. Zudem will sich das Unternehmen als Marktführer, wenn es um den Transport in die Naherholungsgebiete südlich von München geht, positionieren. Das Thema Fahrradmitnahme habe man mittlerweile „gut im Griff“. Über ein langfristig besseres Gesamtkonzept spreche man derzeit mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG).

Was überfüllte Züge an Ausflugswochenenden betrifft, so hat der Geschäftsführer für die Fahrgäste einen Tipp parat. „Viele Kunden nutzen die Züge zur vollen Stunde“, berichtet er. „Es hilft manchmal schon, auf die Zwischenzüge auszuweichen.“ 

sh

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