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Träumt die Feuerwehr Tegernsee bereits von Hollywood? Nicht ganz. Diesen Scherz erlaubte sich Karl Kuprian, als er kürzlich beruflich in Los Angeles war. Im Hintergrund des Bildes ist der berühmte Schriftzug in den Hollywood-Hills zu sehen .

Neuer Imagefilm entstand mit Hilfe eines Profis 

Tegernseer Feuerwehr schafft’s auf die Kinoleinwand

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In den Reihen der Tegernseer Feuerwehr schlummern ungeahnte Talente: Zum zweiten Mal haben die Mitglieder nun schon einen Imagefilm gedreht. Diesmal gab’s sogar professionelle Unterstützung.

Tegernsee – Am Filme drehen hat die Tegernseer Feuerwehr schon länger Gefallen gefunden. Im Frühjahr 2013 stellten ein paar Mitglieder zur Gaudi den damals kursierenden „Harlem Shake“ ins Netz und generierten damit Unmengen an Klicks. Noch im selben Jahr folgte ein seriöser Imagefilm über die Arbeit der Wehr – und auch der war „erstaunlich erfolgreich“, wie Feuerwehrler und Mitinitiator Karl Kuprian (37) erklärt. Die große Resonanz und das positive Feedback animierten die Tegernseer Kameraden vergangenes Jahr, sich an eine Neuauflage des Imagefilms zu wagen. Mittlerweile ist der Streifen fertig – und sogar reif für die große Kinoleinwand.

Neben den Einsatzkräften konnte sich diesmal nämlich auch der Tegernseer Filmproduzent Peter Rixner (46) für die Idee des Feuerwehr-Films begeistern. Er erklärte sich spontan bereit, die Crew bei der Umsetzung ihrer Idee zu unterstützen. Mehr noch: Er begleitete das gesamte Projekt mit seinem Fachwissen und der Technik eines professionellen Filmsets. Und das alles unentgeltlich.

„Ich mache ansonsten so wenig für die Gemeinschaft, deswegen habe ich gesagt: Komm, ich helf Euch da“, begründet Rixner sein Engagement. Bereut hat er es nie. Die Zusammenarbeit mit den Feuerwehr-Kameraden sei super, die Lernkurve aller Beteiligten höchst eindrucksvoll gewesen. „Am Anfang stand jeder mit offenem Mund am Set, am Schluss waren wir ein ganz normales Filmteam“, schildert der Produzent.

Rund 820 Arbeitsstunden, so hat Kuprian ausgerechnet, hat die Feuerwehr-Mannschaft um Regisseur Stephan Herbst und Aufnahmeleiter Sebastian Lorenz in den neuen Imagefilm investiert. Im März ging’s mit den Vorbereitungen los, die Dreharbeiten zogen sich über den gesamten Sommer. Danach folgte die professionelle Nachbearbeitung in Rixners Studio.

Die Idee zur Handlung kam alleine von der Feuerwehr – und dazu lässt sich Kuprian auch kaum etwas entlocken. Nur so viel: Es geht um einen „Unfall mit Gefahrstoff“. Die etwa fünfminütige Story setzt unter anderem den neuen Umweltschutzanhänger und die neue Schutzkleidung der Tegernseer Wehr in Szene und hält den einen oder anderen Überraschungseffekt bereit. Mehr wissen auch die meisten Feuerwehr-Kameraden nicht. „Das war die schwierigste Challenge“, meint Kuprian. „Die Handlung geheim zu halten.“ Nur der ganz harte Kern des Drehteams kennt das Endergebnis sprich den fertigen Film.

Das wird sich am 18. Februar schlagartig ändern. Dann nämlich feiert der Kurzfilm seine Premiere, und zwar nicht irgendwo, sondern auf der Kinoleinwand. Im Lichtspielhaus in Weissach wird der Streifen einer geladenen Gästeschar vorgestellt. Danach macht ihn die Feuerwehr allen Interessierten über das Videoportal Youtube zugänglich und stellt einen entsprechenden Link auf die eigene Homepage.

Wie schon der Vorgänger, so soll auch dieser Film der Mitgliederwerbung bei der Feuerwehr dienen, erklärt Kuprian. Aber nicht nur. Er soll auch eine ganz allgemeine Botschaft verbreiten. An die Zuschauer geht der Appell, sich ehrenamtlich für die Gesellschaft zu engagieren. Filmproduzent Rixner ist da sozusagen mit gutem Beispiel vorangegangen: „Und es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht“, so sein Resümee.

gab

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