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Lichter-Spektakel beim Tegernseer Seefest. Gegen solche Feuerwerke hat die Initiative gar nicht so viel einzuwenden.

Gegen Silvester-Kracher

Feuerwerk-Initiative fordert Tal-Bewohner zum Verzicht

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Tegernseer Tal - Wir sollen aufs Böllern verzichten. An Silvester. Und zwar alle. Darum bittet die Tal-Initiative "Feiern statt Feuern". Und sie hat einige gute Gründe dafür.

Bald kracht’s, scheppert’s und blitzt’s wieder am Himmel überm Tegernsee – wie auf der ganzen Welt. Aber der alte Brauch hat nicht mehr nur Freunde. Einigen Naturschützern im Tal geht er gehörig auf die Nerven – wie schon die zahlreichen Hochzeitsfeuerwerke in den Sommermonaten. Die Gegner haben sich jüngst in der Tal-Initiative „Stoppt private Feuerwerke – Feiern statt Feuern“ im Zuge des Protests gegen die Menge an Feuerwerken im Tal formiert. 

Jetzt regen sie in einer Pressemitteilung zum generellen Verzicht aufs Böllern an. Was private Feuerwerke angehe, sei die Belastungsgrenze für viele Bewohner des Tals überschritten – von den Folgen für die Umwelt ganz zu schweigen. Christine Miller macht mit dem Verein „Wildes Bayern“ bei der Initiative mit und begründet ihre Anti-Kracher-Haltung so: „Bei Hund, Katze, Vieh, Wild und besonders bei den Vögeln verursacht das Böllern erhebliche Schäden.“ 

Deshalb setzt sich die Gruppe, in der neben „Wildes Bayern“ auch weitere Umweltschutzverbände aktiv sind, nun beim Umweltministerium für restriktivere Genehmigungsverfahren für private Feuerwerke ein. An Silvester den Menschen das Knallen zu verbieten, hat freilich nochmal eine andere Qualität. Das weiß die Initiative auch. Deshalb ist in der Mitteilung, die unserer Zeitung vorliegt, keine Forderung enthalten, sondern nur die freundliche Anregung: „Wir bitten jeden, selbst zu entscheiden, ob für die kurze Freude, die ein Feuerwerk zweifelsfrei hat, die Nachteile nicht überwiegen.“

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