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Ein mit Masern infizierter Mann ist mit der BOB an den Tegernsee gereist.

Dringender Hinweis

Masern-Alarm: Erste Kontaktpersonen von Erkranktem gefunden

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    Christian Masengarb
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Ein akut an Masern erkrankter Mann ist mit der BOB nach Tegernsee gefahren. Jetzt hat das Gesundheitsamt Personen ermittelt, die mit ihm Kontakt hatten.

Update, 16. September:

Der Aufruf des Gesundheitsamts hatte Erfolg, wie Pressesprecher Birger Nemitz auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt. Einige Kontaktpersonen des Erkrankten hätten sich selbst gemeldet, andere habe das Gesundheitsamt aktiv ermittelt. Nicht alle seien ausreichend geimpft gewesen. Auf Basis des Alters oder anderer Risikofaktoren habe man individuelle Empfehlungen ausgesprochen. „Immer unter dem Hinweis, dass die Entscheidung zusammen mit dem Hausarzt zu treffen ist.“ Da es sich bei den Masern um eine gefährliche Krankheit handle, bestehe dafür nach dem Infektionsschutzgesetz eine Meldepflicht. Wohl auch deshalb haben sich die Fallzahlen im Landkreis Miesbach in den vergangenen Jahren stark in Grenzen gehalten. Genau zwei Erkrankungen habe man gezählt: eine 2011, eine 2018. Nun hoffen die Behörden, dass es dank des raschen Einschreitens auch 2019 bei nur einem Fall bleibt.

Ursprüngliche Meldung von Donnerstag, 12. September:

Tegernsee - Ein akut an Masern erkrankter Mann ist am Freitag, 6. September, zwischen 17 und 19 Uhr mit der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) von München nach Tegernsee gefahren. Das Landratsamt bittet Personen, die mit dem Infizierten in Kontakt oder im gleichen Zug unterwegs waren, sich umgehend beim Fachbereich 43 – Gesundheit zu melden, unter der Telefonnummer 0 80 25 / 7 04 43 00. 

Ursprünglich war der Mann ab 9.55 Uhr mit dem Flixbus nach München gereist. Auch wer im gleichen Bus unterwegs war, sollte seinen Impfschutz prüfen. 

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Tegernsee: An Masern Erkrankter mit BOB unterwegs

Das Landratsamt weist darauf hin, dass Masern eine hochansteckende Infektionskrankheit sind. Bereits ein flüchtiger kurzer Kontakt in einem Raum kann für eine Ansteckung ausreichen. Bei ungeimpften oder nicht ausreichend geimpften Kontaktpersonen kann der Ausbruch der Masern durch eine rechtzeitige Impfung entweder verhindert oder die Schwere der Erkrankung reduziert werden.

Die Symptome einer Masernerkrankung sind zu Beginn unspezifisch, mit Fieber, Husten, Schnupfen oder Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum. Erst nach einigen Tagen bildet sich der typische Hautausschlag, der meist im Gesicht und hinter den Ohren beginnt und sich dann über den ganzen Körper ausbreitet.

Mehr zum ThemaEine Masern-Impfung hätte diesem Mann den Rollstuhl erspart.

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