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Aufräumen in der Halle: Die letzten in der Halle verbliebenen Asylbewerber packen bei den Aufräumarbeiten mit an.

Aufwand der Sanierung noch nicht abschätzbar

Flüchtlinge verlassen Tegernseer Halle

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Tegernsee - Die meisten Betten sind schon abgebaut. Wo bis vor Kurzem noch 200 Asylbewerber lebten, wohnen jetzt noch acht. In der Tegernseer Dreifachturnhalle ist Aufräumen angesagt.

Die wenigen Verbliebenen packen mit an und kehren Müll zusammen. In dieser Woche werden auch sie die Unterkunft verlassen. Künftig wohnen sie in Containern in Miesbach. Dann beginnt die Sanierung der Halle, die seit August 2015 als Massenunterkunft diente. Wir groß der Aufwand für die Sanierung sein wird, ist laut Landratsamt-Sprecher Birger Nemitz jetzt noch nicht abschätzbar. Auch zur Höhe des Kostenaufwands könne er noch nichts sagen, meint er. 

Im April war noch davon die Rede gewesen, dass die Turnhalle nach den Pfingstferien wieder für den Sport nutzbar sein soll. Aktuell macht Nemitz jedoch keine Aussagen zum Zeitplan. Der lasse sich momentan nicht seriös kalkulieren, meint er. Nach dem Auszug der letzten Asylbewerber müssten Experten des Amtes erst den Zustand der Halle begutachten. Klar sei bisher nur, dass der Schutzboden entfernt und die sanitären Anlagen saniert werden müssten. 

Als neue Flüchtlingsunterkunft in Tegernsee steht das Hotel Bastenhaus zur Verfügung. Das hat der Landkreis ab 1. Juni gemietet. Ob es überhaupt gebraucht wird, um Asylbewerber aufzunehmen, ist nicht klar. Seit April sind dem Landkreis keine neuen Flüchtlinge mehr zugewiesen worden. Derzeit sind in der Region 1072 Asylbewerber untergebracht. 120 von ihnen leben in der Rottacher Traglufthalle, die damit voll belegt ist. 

In der großen Holzkirchner Traglufthalle, die Platz für 320 Flüchtlinge bietet, wohnen aktuell nur 84. Damit ist also reichlich Luft für Neuzugänge. Im Tegernseer Bastenhaus, noch bis zum 28. Mai als Drei-Sterne-Hotel geführt, sollten nach der ursprünglichen Planung 60 Asylbewerber einziehen. Doch aktuell werden eigentlich keine neuen Flüchtlings-Unterkünfte mehr gebraucht. „Aber man kann das Haus ja auch anders nutzen“, meint Nemitz. 

Einigen Bedarf dürfte es für die Unterbringung bereits anerkannter Asylbewerber geben. Im Schnitt, so Nemitz, werden etwa zwei Drittel der Asylanträge bewilligt. Bei 1072 Asylsuchenden im Landkreis müssten es also bis zum Jahresende rund 600 anerkannte Flüchtlinge sein. Die unterzubringen, ist dann Aufgabe der Kommunen, nicht mehr des Landkreises. „Aber wir lassen die Gemeinden da nicht im Regen stehen“, erklärt Nemitz. Derzeit leben übrigens 108 anerkannte Asylanten im Landkreis. Völlig unklar ist, wie viele der Neubürger in der Region bleiben. Viele könnten auch in große Städte abwandern. Kalkulieren lässt sich das laut Nemitz nicht: „Das ist reine Spekulation.“

jm

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