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Pappt jetzt überall am Boden: Seelaub, grün.

verein tegernseer Geschäftsleute

Ganz neu: Grünes Seelaub führt durch Tegernsee

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Dem neuen Seelaub-Rundweg durch Tegernsee zu folgen, ist denkbar einfach: immer den Motiven auf dem Gehweg nach. Damit wollen die Geschäftsleute zeigen: Die Stadt hat mehr zu bieten als See und Bräustüberl.

Tegernsee – Um ihrer Idee Farbe zu verleihen, istDoris Gollé mit der Spraydose losmarschiert. Nicht allein: In einer Gemeinschaftsaktion haben Tegernseer Geschäftsleute mithilfe einer Schablone Seelaub-Motive auf den Asphalt gesprüht, in leuchtendem Grün. „Wir sind ja froh, dass wir das durften“, sagt Gollé, Inhaberin von Hut Schätz.

Die Stadt Tegernsee unterstützt die Idee des Vereins Tegernseer Geschäftsleute, Besucher mithilfe der Seelaub-Motive durch die Stadt zu führen. Ein Flyer erklärt die 28 Stationen auf der vier Kilometer langen, barrierefreien Strecke. „Das ist eine sehr schöne Eigeninitiative“, meint Bürgermeister Johannes Hagn. Ein guter Anfang auch für den neuen Schub, den der Verein gewinnen will. Wie berichtet, stand die Initiative vor der Auflösung. Auch weil sie die Unterstützung der Stadt vermisste.

Freuen sich: Die Chefs der Tegernseer Geschäftsleute.

Jetzt herrscht Freude. Sie sei glücklich, dass sie ihre Idee habe realisieren können, sagt Gollé, die das Projekt im Verein vorangetrieben hat. Die Idee hatte sie bei einem Spaziergang mit ihrem Mann durch Hannover. Dort führt eine rote Linie Besucher zu den bedeutsamsten Plätzen. „Das war so angenehm“, meint Gollé. Der Linie zu folgen, habe viel Spaß gemacht. „Das wollte ich auch gerne für Tegernsee.“ Allerdings nicht als einfache Linie. Seelaub passt zu Tegernsee. Das stilisierte Seerosenblatt steht für die Benediktinerabtei Tegernsee und findet sich im Stadtwappen. Wie viele der Motive die Initiative gesprüht hat, kann Gollé nicht sagen. „Halt immer in Sichtweite.“

In Tegernsee gebe es zwar schon viele ausgeschilderte Wege, weiß Gollé. Aber die führten über steile Pfade zu Aussichtspunkten wie dem Paraplui. „Doch es sind ja nicht alle Gäste so fit“, berichtet sie. Der Seelaub-Rundweg ist auch mit Kinderwagen oder Rollator zu bewältigen. Und er folgt noch einem weiteren Ziel: Er zeigt den Teil Tegernsees, der nicht direkt am Ufer liegt. Eben dies liegt den Geschäftsleuten besonders am Herzen. Denn durch den Seeufer-Steg sei die Zahl der Besucher, die durch den Ort gehen, weiter geschrumpft. Gollé: „Das hatte ich beim Bau des zweiten Stegs befürchtet, und so ist es auch gekommen.“

Aber vielleicht helfen die grünen Motive auf den Gehwegen. Wer ihnen folgt, zum Beispiel vom Bahnhof aus, schlendert am ehemaligen Postamt vorbei, stößt auf die Christuskirche und das Staudacherhaus, läuft über den Steinmetzplatz zum Museum Tegernseer Tal, besucht den Friedhof, betrachtet das Kriegerdenkmal und das Klosterrichterhaus, wirft einen Blick in die Hoffischerei und auf die Villa Frankenburg, erreicht die ehemalige Klosterkirche St. Quirinus. Weitere Stationen sind unter anderem Geistliches Herrenhaus und Gulbransson Museum.

Wissenswertes zu den einzelnen Stationen sind in dem Flyer aufgeführt, den Gollé mit Unterstützung der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) erstellt hat. Die Kosten haben TTT und Stadt übernommen. 3000 Flyer sind frisch gedruckt. Sie werden am Bahnhof, der Tourist-Info, Gästehäusern und Läden ausgelegt. Ob die aufgesprühten Seelaub-Motive den Winter überstehen, bleibt abzuwarten. „Wir probieren das jetzt einmal aus“, sagt Barbara Balk, Vorsitzende des Vereins der Geschäftsleute. Vorerst befinde sich der Seelaub-Pfad noch in der Testphase. Die Stadt habe zugesagt, die Motive bei Bedarf in stabilerer Ausführung zu erneuern.

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