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Gebirgsschützen beim Patronatstag 2008 in München.

Fall landete jetzt vor Gericht

Gebirgsschütze fährt betrunken Auto - und hat Waffe dabei

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Tegernseer Tal - Der unerlaubte Transport von Waffen wurde einem Rentner aus dem Tegernseer Tal zum Verhängnis. Pikant: Der Mann ist jahrzehntelanges und hochdekoriertes Mitglied einer Gebirgsschützen-Kompanie.

Er wurde in der Vergangenheit für seine Treue und sein vorbildliches Verhalten ausgezeichnet. Im September war er Beamten der Wiesseer Polizei bei einer Verkehrskontrolle aufgefallen. Er saß nicht nur betrunken am Steuer und musste dafür in Folge vorübergehend auch seinen Führerschein abgeben. In der Mittelkonsole seines Wagens fand die Polizei auch zwei Waffen: einen nicht funktionstüchtigen Schreckschussrevolver sowie eine zugelassene Pistole. 

Vor Gericht erklärte der Rentner, dass es sich bei den beiden historischen Waffen um Erbstücke seines Vaters gehandelt habe. Am nächsten Tag hätte er sie einem Verein übergeben wollen. Er sei sich keiner Schuld bewusst. „Er habe nicht gewusst, dass er für den Transport eine Erlaubnis gebraucht hätte“, gibt eine Sprecherin des Amtsgerichts Miesbach die Aussage des Mannes wider. 

Im Urteil wies man ihn aber darauf hin, dass er als Gebirgsschütze auf die Idee hätten kommen müssen, sich beim Landratsamt wegen des Waffentransports zu informieren. Wegen fahrlässigen Mitsichführens der Waffe wurde er schließlich zu 50 Tagessätzen à 20 Euro verurteilt.

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